Anschlag in Den Haag: Verdächtiger festgenommen
- Brennende Tasche in türkische Botschaft geworfen
- Keine Verletzten, Justiz schließt Terror-Akt aus
Bomben-Terror in Den Haag! Nach einem Brandanschlag auf die türkische Botschaft in Den Haag hat die Polizei am Dienstag den mutmaßlichen Täter festgenommen. Ein 26 Jahre alter Einwohner von Haarlem habe nach einem Streit mit Botschaftspersonal eine Tasche mit brennbarem Material in den Eingang des Gebäudes geworfen, teilte die Justiz mit. Bei dem Anschlag wurden nach Angaben der Behörden außer dem Festgenommenen noch ein Besucher und drei Mitarbeiter der Botschaft verletzt.
Worüber der Haarlemer mit den Botschaftsvertretern gestritten hatte, wurde nicht mitgeteilt. Es hieß lediglich, dass er wütend fortgelaufen und gegen Mittag mit der Tasche zurückgekehrt sei. Ein Sprengkörper sei entgegen ersten Darstellungen aus der Botschaft nicht benutzt worden, betonten Behördensprecher.
Am nahe gelegenen Hauptbahnhof der niederländischen Regierungshauptstadt wurde der mutmaßliche Attentäter kurze Zeit nach dem Anschlag gefasst. Politische oder terroristische Motive hätten keine Rolle gespielt, versicherte auch Justizminister Piet Hein Donner. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
Die Polizei hatte schon kurz nach dem Anschlag die Straßen um das Botschaftsgebäude weiträumig abgeriegelt und vor dem Risiko weiterer Explosionen gewarnt. Sprengstoffexperten sicherten mit Roboterhilfe ein verdächtiges Paket, das am Eingang des Gebäudes gefunden worden war.
(apa/red)
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