Dienstag, 4. November 2003

Saudiarabien: Behörden haben Anschlag in Mekka verhindert

  • Ziel der angeblichen Al-Kaida-Terroristen: Moslemische Pilger in der Heiligen Stadt
  • Irak: Wieder US-Soldat durch Explosion getötet

Ein am Montag in der islamischen heiligen Stadt Mekka vereitelter Anschlag war gegen moslemische Pilger gerichtet, wie die saudiarabische Regierung erklärte. Die Täter gehörten nach Darstellung von Innenminister Prinz Nayef zum Al-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden. In Bagdad starb unterdessen wieder ein US-Soldat.

Der Prinz schloss am Dienstag in Riad nicht aus, dass mögliche Verbindungen zu den Anschlägen vom Mai bestünden, bei denen nach offizieller Darstellung 35 Menschen ums Leben gekommen waren - inoffiziell war von einer weitaus höheren Opferzahl die Rede gewesen.

In Mekka hatte die Polizei am Montag zwei mutmaßliche Terroristen erschossen. Ein TV-Sender berichtete unter Berufung auf staatliche Medien, Polizisten hätten die "terroristischen Elemente" bei einem Schusswechsel getötet.

Die Täter hätten in Mekka gezielt einen Anschlag während des Fastenmonats Ramadan verüben wollen, wenn sich gläubige Moslems aus aller Welt in der Pilgerstadt versammeln, so der Innenminister. Die Sicherheitskräfte hätten zahlreiche Waffen und Sprengkörper beschlagnahmt. Vier Verdächtigen sei die Flucht in die umliegenden Berge gelungen. Über die Opferzahlen auf beiden Seiten gibt es abweichende Angaben.

Im Kampf gegen den Terrorismus haben die Behörden in Saudiarabien nach offiziellen Angaben bis zu 130 mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder festgenommen. Die meisten der Verdächtigen seien Bürger des Königreichs.

US-Soldat in Bagdad durch Sprengsatz getötet
Ein US-Soldat ist am Dienstag in Bagdad durch einen Sprengsatz getötet worden. Ein weiterer Soldat wurde bei dem Vorfall verwundet.
(apa, red)

4.11.2003 10:16