Drogenland Österreich: 162,7% mehr Verhaftungen bei "leichten" Delikten
- Koks-Konsum stieg 2003 an; es werden immer mehr verschiedene Drogen verwendet
·Kriminalität
Sicherheitsbericht: Streit im Parlament
·Kriminalität
SPÖ will Druck auf Strasser erhöhen
·Mehr Personal
Strasser verspricht Polizei aufzustocken
·Mehr Straftaten
Jänner bis August: Anstieg um 10 %
Die Konsumenten illegaler Drogen tendieren (auch) in Österreich immer mehr zu aufputschenden Substanzen wie Kokain und Amphetamin. Die Zahl der wegen Drogendelikten Inhaftierten steigen, die Zahl der Anzeigenrücklegungen sinkt. Die durch Suchtgiftkonsum verursachten Todesfälle blieben in den vergangenen beiden zwei Jahren etwa gleich, heißt es im Drogenbericht 2003.
Der "Bericht zur Drogensituation 2003" des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen (ÖBIG) wird von Fachleuten jedes Jahr im Auftrag des Gesundheitsministeriums erstellt. Grund für den Trend in Richtung aufputschende Mittel dürften laut dem Bericht neben einem Preisverfall bei Kokain wohl auch die Suche nach stimulierenden Mitteln als Antwort auf die zunehmenden Anforderungen der Leistungsgesellschaft sein.
Insgesamt werden offenbar immer mehr verschiedene illegale Suchtmittel verwendet, heißt es weiter. Die "hart" Drogenabhängigen benutzen gleichzeitig oder abwechselnd verschiedene Substanzen. Das stellt eine besondere Gesundheitsgefahr dar.
Insgesamt ist Cannabis die am meisten gebrauchte illegale Droge. Hier steigt der Anteil der Jugendlichen bzw. jüngeren Erwachsenen mit "Erfahrung" offenbar weiter an. Die Fachleute zitieren aus den "Wiener Suchtmittelstudien" zwischen 1993 bis 2001 unter 14- bzw. 15- Jährigen bis 29-Jährigen: "In Bezug auf Cannabis wurde in diesen Jahren ein stetiger Anstieg der Lebenszeiterfahrung in der Zielgruppe von acht Prozent (1993) auf 31 Prozent (2001) verzeichnet.
Hohe Cannabis-Konsumraten zeigte auch eine Grazer Studie bei 515 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (zwölf bis 25 Jahre): "Die Lebenszeitprävalenz (bisherige Erfahrung, Anm.) von Cannabis steigt mit dem Alter von 3,4 Prozent (zwölf bis 13 Jahre) auf 67,6 Prozent (20 bis 25 Jahre)." (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
