Asylproblematik: Innenministerium sucht Flüchtlingsquartiere
- Keine Frage der Kosten, sondern "gesellschaftliche Verpflichtung"
- Gemeinde in NÖ: Unterschriftenliste gegen Flüchtlingslager
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Minister muss neue Unterkünfte finden
Das Innenministerium ist seit mehreren Wochen in ganz Österreich auf der Suche nach einer Unterbringungsmöglichkeit für die vielen Asylwerber. In diesem Zusammenhang appelliert das Ministerium an die Gemeinden, gerade im Winter Flüchtlinge aufzunehmen. Die derzeitigen Kapazitäten sind nämlich erschöpft. Im Flüchtlingslager Traiskirchen können keine Asylanten mehr aufgenommen werden.
Es sei keine Frage der Kosten - die würde ohnehin das Innenministerium tragen - sondern vielmehr eine "gesellschaftliche Verpflichtung", so der Appell des Innenministeriums an die Gemeinden.
Aufregung herrscht indessen in der niederösterreichischen Gemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl, seit das Gerücht die Runde macht, es könnte ein Flüchtlingslager errichtet werden. Der Bürgermeister hat bereits eine Unterschriftenliste gegen das Projekt aufgelegt.
Im Innenministerium kann man die Unruhe in der Kommune allerdings nicht nachvollziehen: "Es ist eher bedauerlich, dass man versucht, aus solchen Aktionen politisches Kleingeld zu schlagen. Ein Flüchtlingslager kann nämlich nur mit Zustimmung einer Gemeinde errichtet werden", so eine Sprecherin von Innenminister Strasser zur APA. (apa)
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