Ganztagsschule: SPÖ fordert 100.000 Plätze bis 2013
- Förderung von schwachen und besonders begabten Schülern
- Zugang zu Schule soll prinzipiell frei sein
Die SPÖ will das Modell der Ganztagsschulen forcieren. Geht es nach SP-Chef Gusenbauer, sollen in den nächsten zehn Jahren rund 10.000 entsprechende Schulplätze jährlich geschaffen werden. Er hoffte diesbezüglich auf eine "breite Allianz", erklärte der SP-Chef in Innsbruck.
Gusenbauer sprach sich für eine Fünf-Tage-Woche bei den Ganztagsschulen aus. In diesem Rahmen soll eine "wesentliche Förderung" derjenigen Schüler stattfinden, die nicht den Durchschnitt erreichen oder ganz besondere Begabungen haben. Der SP-Vorsitzende will sich bei dieser Schulform am Beispiel des PISA-Siegers Finnland orientieren. Dort besteht laut Gusenbauer ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen.
Der Zugang zu den Schulen soll prinzipiell frei sein und eine Alternative zu den Halbtagsschulen darstellen. Derzeit würden in Österreich 70.000 Ganztagsschulplätze existieren. Bei der SPÖ rechnete man durch das Modell mit Mehrkosten von 25 Millionen Euro pro Jahr. "Das ist günstiger als die Werbeausgaben des Finanzministers", meinte Gusenbauer mit einem Seitenhieb.
Neben den Ganztagsschulen will die SPÖ auch flächendeckende Betreuungseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter und ein verpflichtendes Vorschuljahr in Kindergärten einrichten. (apa/red)
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