Derzeit über 9.200 Asylwerber in Bundesbetreuung
- Die meisten davon in fünf Bundeszentren untergebracht
- Westliche Bundesländer im Rückstand
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Mehr als 9.200 Asylwerber sind derzeit in Bundesbetreuung, für 8.562 von ihnen stellt der Bund auch das Quartier. Dabei handelt es sich in erster Linie um fünf Bundeszentren. Das größte davon ist Traiskirchen mit - nach Zahlen des Innenministeriums - derzeit 1.597 Asylwerbern. Dazu kommen noch insgesamt 161 Gasthöfe und Pensionen, in denen Flüchtlinge untergebracht sind.
Die Mehrheit der Asylwerber ist in den drei Zentren Niederösterreichs untergebracht. Dazu kommen noch 43 Gasthöfe, in denen Flüchtlinge untergebracht werden. Die beiden anderen Zentren befinden sich in Oberösterreich - Bad Kreuzen (156) und Thalham (193). Dazu wurden 22 Gasthöfe angemietet.
In der Steiermark gibt es insgesamt 35 Flüchtlings-Gasthöfe, in Wien 16, in Kärnten 14, in Salzburg 8 und dem Burgenland 10, in Tirol 8, in Vorarlberg 5, Steiermark: 35.
Die Aufteilung der Flüchtlinge erfolgt prinzipiell nach einem durch die Volkszählung festgelegten Schlüssel. Mit Ausnahme Niederösterreichs, das wegen Traiskirchen eine große Zahl von Asylwerbern beherbergt, sind diesbezüglich aber alle Bundesländer im Minus.
Am deutlichsten ist der Rückstand in den westlichen Bundesländern Vorarlberg und Tirol. Vorarlberg müsste bei der aktuellen Gesamtzahl 181 Flüchtlinge aufnehmen, tatsächlich sind es aber nur 48. In Tirol sind 151 statt 373 Personen untergebracht.
In Wien sind 1.354 Asylwerber einquartiert (Soll: 1.660), in Oberösterreich 1.213 (Soll: 1.595), im Burgenland 290 (Soll: 336), in der Steiermark 1.359 (1.416), in Kärnten 532 (Soll: 679) und in Salzburg 566 (Soll: 590).
Weitere rund 650 Personen sind derzeit zwar in Bundesbetreuung, sind aber privat, etwa bei Bekannten oder Verwandten, untergekommen. Sie sind zumindest krankenversichert.
(apa)
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