Dienstag, 4. November 2003

Familienstreit in Kärnten endete blutig

  • Mann schoss Vater der Lebensgefährtin in die Brust
  • Pensionist konnte in Notoperation gerettet werden

Im Zuge eines Familienstreites hat am Dienstag in Pusarnitz in Kärnten (Bezirk Spittal/Drau) ein 42-jähriger Schlosser auf den Vater seiner Lebensgefährtin geschossen. Der 66 Jahre alte Pensionist wurde in die Brust getroffen und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Sein Zustand ist inzwischen stabil.

Zwischen den beiden Männern, die im selben Haus wohnen, schwelt seit Jahren ein Streit. Am Dienstag war der Pensionist auf einem Feld nahe dem Haus mit dem Setzen eines Zaunes beschäftigt. Seine Frau half ihm dabei. Kurz nach 11.00 Uhr kam der Schlosser hinzu. Zwischen den beiden Männern gab es sofort eine heftige Auseinandersetzung. Plötzlich zog der Jüngere eine Pistole und gab einen Schuss ab. Der Pensionist wurde in die Brust getroffen und sank zu Boden.

Das Projektil durchschlug den Körper. Nach ärztlicher Versorgung wurde das Opfer mit lebensgefährlichen Verletzungen ins LKH Villach geflogen. Dort wurde in einer mehrstündigen Notoperation sein Zustand stabilisiert. Laut Auskunft wird eine weitere Operation erforderlich sein.

Der mutmaßliche Täter ging ins Haus, wo er von der Gendarmerie festgenommen wurde. Bei seiner ersten Einvernahme gab er an, vom Pensionisten mit einem Prügel bedroht worden zu sein. Daraufhin habe er in Notwehr geschossen. Die Pistole besaß er illegal, er will sie gefunden haben.

Die Kriminalisten der Gendarmerie ermitteln in Richtung Mordversuch. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat daher einen Haftbefehl beantragt.

(apa)

4.11.2003 17:19