Österreicher haben weniger Geld: Jeder Zweite muss sparen!
- Umfrage: 49% stehen auf der Konsum-Bremse. Jeder Dritte will bei Weihnachtsgeschenken sparen
- Fleißige Sparer: Österreicher haben pro Kopf 37.000
Der Wirtschaftsoptimismus der Österreicher ist zwar im steilen Steigflug, dennoch sind sie sparsam wie noch nie. Zu diesem Ergebnis kommt das Linzer Meinungsforschungs-Institut "Spectra". Über die ersten neun Monate gerechnet gaben 49 Prozent an, sie würden mit ihrem Geld sparsamer umgehen. Nur 24 Prozent erklärten, sie seien ausgabenfreudiger.
Damit erreicht die Zurückhaltung beim Konsum einen neuen Spitzenwert. Die bisherigen Höchstwerte bei der Sparsamkeit waren in den Jahren 1996 bis 1998 mit 45 bis 47 Prozent registriert worden - eine Auswirkung des damaligen "Sparpaketes" der Bundesregierung.
Auch im Jahr 2002 haben die Sparsamen schon einen hohen Anteil von 45 Prozent erreicht. Die aktuellen Spitzenwerte führen die Meinungsforscher auf eine allgemeine Verunsicherung zurück, wie es mit den Reformen weitergehen und wie sehr man selbst betroffen sein werde. Die Devise sei: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not".
Dennoch blicken die Österreicher hoffnungsvoll in die Zukunft. Der Wirtschaftsoptimismus zog in den letzten fünf Monaten stark an: 17 Prozent rechnen mit einem Aufschwung der heimischen Wirtschaft in nächster Zeit. Im April lag dieser Anteil bei neun Prozent. (APA)
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