Montag, 3. November 2003

Schlepper-Mafia: Schlag gegen Bande in Ostösterreich

  • 17 Verdächtige festgenommen: Seit Anfang 2001 bis November 2003 bis zu 2.000 Menschen geschmuggelt

In Ostösterreich ist Anfang November erneut eine Schlepperorganisation ausgehoben worden. Eine Spezialeinheit der Polizei hat in Zusammenarbeit mit ungarischen Kollegen 17 Verdächtige festgenommen. Die Bande soll seit Anfang 2001 bis zu 2.000 Menschen, vorwiegend Kosovo-Albaner, nach Österreich und weiter in den EU-Raum geschmuggelt haben.

Offenbar sind die Schlepper aber bereits seit 1994 im "Geschäft" und haben seitdem wahrscheinlich insgesamt rund 10.000 Kosovo-Albaner in den EU-Raum gebracht, teilte das Bundeskriminalamt am Montag mit. Der Großteil der Inhaftierten stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Pro Schleppung aus dem Kosovo über Ungarn nach Österreich mussten rund 1.500 Euro bezahlt werden. Der Gesamtumsatz der Bande soll etwa drei Millionen Euro ausmachen. Teilweise wurden die illegalen Migranten unter menschenunwürdigen Verhältnissen transportiert, zum Beispiel in Verstecken von Reisebussen oder im Kofferraum von Personenkraftwagen. (apa)

3.11.2003 10:20