Montag, 3. November 2003

Sturzflut auf Sumatra: Ein Salzburger unter den Opfern

  • Außenministerium bestätigt Tod des 36-Jährigen
  • Bisher wurden 101 Leichen gefunden - 146 Menschen vermisst

Bei den Überschwemmungen in Indonesien ist unter anderem ein Salzburger ums Leben gekommen. Das bestätigte am Donnerstag das Außenministerium in Wien. Der Mann war 36 Jahre alt, nähere Angaben zur seiner Person wurden auf Wunsch der Angehörigen nicht gemacht.

Die Zahl der inzwischen gefundenen Toten ist am Donnerstag auf 101 gestiegen. Mindestens 146 weitere Menschen wurden noch vermisst, einige von ihnen könnten die Gegend aber bereits vor der Flut wieder verlassen haben.

Die Behörden haben illegale Rodungen für die Katastrophe verantwortlich gemacht. Die unkontrollierten Kahlschläge verhindern laut Experten ein natürliches Absickern von Wasser, so dass es nach heftigen Regenfällen zu Sturzfluten und Erdrutschen kommt.

Vizepräsident Hamzah Haz sagte am Donnerstag, er habe die Polizei angewiesen, gegen die illegalen Baumfäller vorzugehen. Viele von ihnen sollen Verbindungen zu Polizei und Armee haben. "Es geht nicht länger nur um Geld, es geht um Leben", zitierte die Tageszeitung "Media Indonesia" Haz.

Der Abholzung ist nach Angaben von Umweltschützern bereits bis zu ein Fünftel der Fläche des Leuser-Nationalparks zum Opfer gefallen. Weite Teile des Dschungels wurden für den Bau einer Straße geschlägert, die in den benachbarte Provinz Aceh führen soll. Die größtenteils illegalen Rodungen gefährden auch die in Nationalparks auf Sumatra lebenden Tiger, Elefanten und Orang-Utans. (apa/red)

3.11.2003 09:35