Samstag, 1. November 2003

Dt. Arbeitgeber-Verband Gesamtmetall: Rückkehr zur 40-Stunden-Woche

  • Vor Tarifverhandlungen mit IG Metall

Der deutsche Arbeitgeberverband Gesamtmetall wird bei den Tarifverhandlungen mit der IG Metall möglicherweise das Thema Arbeitszeit auf die Tagesordnung bringen. In Deutschland dürfe eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche kein Tabu mehr sein.

Die Unternehmer plädieren dafür, "dass wir in die Tarifverträge künftig einen Arbeitszeitkorridor zwischen 35 und 40 Stunden hineinschreiben."

Unternehmensleitung und Betriebsrat sollten dann entscheiden, wie lang in dem jeweiligen Betrieb tatsächlich gearbeitet werde. Längere Arbeitszeiten bei unveränderten Löhnen seien sinnvoll, weil sich dadurch die hohen Lohnstückkosten senken ließen, sagte Kannegiesser. Damit würden die Unternehmen wettbewerbsfähiger und es entstünden schließlich auch neue Arbeitsplätze.

Arbeitszeitverkürzungen zwecks Sicherung von Arbeitsplätzen seien im Einzelfall sinnvoll, meinte Kannegiesser. Sie könnten aber immer nur eine kurzfristige Kriseninterventionsmaßnahme in einzelnen Betrieben sein.
(apa, red)

1.11.2003 08:32