VW do Brasil: Ärger wegen Streik in zwei Werken
- Insgesamt 25.000 Arbeiter im Ausstand
- Arbeitgeber rufen Gerichte um Hilfe
Der Streik in der brasilianischen Autoindustrie hat nach dem VW-Werk von Sao Bernardo jetzt auch das in Taubate. Der Vorsitzende der Metall-Arbeitergewerkschaft, Antonio de Olkiveira, sagte, die Arbeit ruhe wegen fehlender Zulieferteile. Die rund 6.500 VW-Arbeiter in Taubate produzieren durchschnittlich etwa 1.050 Fahrzeuge am Tag.
Die Belegschaft hatte am Dienstag einen unbegrenzten Streik ab Donnerstag beschlossen. Zuvor hatten die Arbeiter einen Plan der Geschäftsleitung zum Abbau von Arbeitsplätzen abgelehnt.
Seit Dienstag befinden sich in der so genannten ABC-Region - dem Industriegebiet von Sao Paulo mit Sao Andre, Sao Bernardo und Sao Caetano - 25.000 Metallarbeiter im Ausstand. Sie lehnen den Vorschlag der Unternehmen ab, die Löhne entsprechend der Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate um 15,7 Prozent nur für diejenigen Arbeiter zu erhöhen, die monatlich bis zu 4.200 Real (knapp 1.270 Euro) verdienen. Die Streikenden fordern dagegen einen reale Erhöhung der Löhne von 4 Prozent für alle Arbeiter.
Arbeitgeber ziehen vor Gericht
Zwei Tage nach Beginn des Ausstands riefen die drei Unternehmen jetzt die Justiz auf, in dem Arbeitskampf zu intervenieren. Sie reagierten damit auf eine Ankündigung, die Streiks in den Betrieben des Industriezentrums Sao Paulo noch auszuweiten.
(apa, red)
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