Donnerstag, 30. Oktober 2003

Großes Sparschwein-Schlachten: Heute ist Weltspartag!

  • Geldzähl-Automaten irren! Arbeiterkammer rät nach Test in Klagenfurt: Selbst Münzen zählen
  • Unfassbare 130 Milliarden Euro liegen auf heimischen Sparbüchern

Heute ist Weltspartag. Sparbücher werden eröffnet, Sparschweine werden "geschlachtet", das Geld auf das Sparbuch eingezahlt - und die Banken verteilen die üblichen, begehrten kleinen Geschenke. Unfassbare 130 Milliarden Euro liegen schon auf österreichischen Sparbüchern. Ein Test der Arbeiterkammer (AK) passt zum Weltspartag: Jeder 2. Geldzähltautomat irrte sich beim Zählen der Münzen!

"Wer am seine Sparbüchse entleeren will, sollte den Inhalt vorher zu Hause selbst durchzählen", riet die AK nach einem Test bei Klagenfurter Geldzählautomaten. Außerdem würden die Banken für die Serviceleistung des Geldzählens "Spesen in nicht unbeträchtlicher Höhe" verrechnen.

Der AK-Test bei den Geldinstituten in der Kärntner Landeshauptstadt ergab, dass jeder zweite Geldzählautomat irrt oder nicht einwandfrei funktioniert. Konkret zählten sieben von zwölf Automaten, die von der AK mit Cent-Münzen im Wert von jeweils 23,12 Euro "gefüttert" worden sind, falsch oder schluckten einfach einzelne Cents nicht. Falls daher das Zählergebnis der Maschine nicht mit dem Resultat der eigenen Kontrolle übereinstimmt, sollte der Konsument eine zweite, kostenlose Zählung verlangen, rät die AK.

Außerdem wird empfohlen, die Münzen bei jener Bank zählen zu lassen, bei der man ein Konto oder ein Sparbuch hat. In diesem Fall sei das Zählen nämlich spesenfrei. Sonst würden je nach Bank pro Zählung zwischen 36 Cent und 1,91 Euro verrechnet. Einige Banken würden ab einem Betrag von 145 Euro überhaupt ein Prozent des gezählten Betrages verlangen, warnte am Freitag die Kärntner Arbeiterkammer. (apa)

30.10.2003 15:38