Montag, 27. Oktober 2003

Vorsorgeprodukte: Finanzmarktaufsicht will Mindest-Standards

  • FMA-Vorstand Grünbichler: "Ein deregulierter Markt braucht mündige Konsumenten, mündige Konsumenten brauchen transparente Produkte"

Die Finanzmarktaufsicht FMA wird laut Vorstand Grünbichler Mindeststandards für die Transparenz von Vorsorgeprodukten definieren. "Seit dem Beitritt zur Europäischen Union ist der Markt dereguliert. Das erfordert mündige Konsumenten, die Risiken und Chancen von Produkten abwägen."

Voraussetzung dafür sei Transparenz: Sowohl der Produkte wie der Märkte. Grünbichler unterstrich die "Bedeutung der zweiten und dritten Säule der Altersvorsorge für die Sicherung des gesamten Pensionssystems."

Die FMA-Mindeststandards für Vorsorgeprodukte werden vor allem Richtlinien für die regelmäßige Information der Versicherungsnehmer enthalten. Dem Verbraucher müsse auch klar sein, "dass jede Garantie auch Kosten verursacht. Etwa direkt als Preis für Absicherungs-Instrumente oder indirekt in Form geringerer Gewinnchancen."

Eigenverantwortung
Grünbichler mahnte jedenfalls die Verbraucher eindringlich, sich im deregulierten Markt auch der eigenen Verantworutng bewusst zu werden: "Es soll sich keiner täuschen: Auch wir Österreicher leben nicht auf einer Insel der Seligen."

27.10.2003 14:35