Montag, 27. Oktober 2003

Akademiker-Arbeitslosigkeit: Weiter rasant im Steigen

  • Plus 15,4 Prozent: Alle Studienrichtungen und Berufsgruppen betroffen
  • Pädagogen trifft es am härtesten, Lehramts-Kandidaten kommen gerade so davon

Die Zahl der arbeitslosen Akademiker in Österreich steigt weiterhin rasant an. Laut der zwei Mal im Jahr durchgeführten Sonder-Erhebung des Arbeitsmarktservice (AMS) waren Ende September 7.415 Doktoren, Magister, Diplomingenieure und sonstige Akademiker (ohne Fachhochschulabsolventen) ohne Job.

Das sind 989 oder 15,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Betroffen sind alle Studienrichtungen sowie Berufsgruppen. Nach einer spürbaren Verbesserung der Arbeitsmarktlage für Hochschulabsolventen Ende der Neunziger Jahre steigt die Arbeitslosigkeit seit 2000 kontinuierlich und dramatisch an. Zum Vergleich: Im September 2000 waren erst 4.329 Akademiker beim AMS vorgemerkt.

  • Den stärksten Anstieg mit einem Plus von 26,1 Prozent meldet das AMS für heuer gegenüber dem Vorjahr für die 45- bis 50-Jährigen.
  • Bei den über 60-Jährigen beträgt das Plus 25,3 Prozent,
  • bei den 50- bis 55-Jährigen 19,2,
  • bei den 22- bis 25-Jährigen 18,4,
  • bei den 25- bis 30-Jährigen 17 und
  • bei den bei den 40- bis 45-Jährigen 16,3 Prozent. Vergleichsweise niedrige Werte erreichten
  • die 30- bis 40-Jährigen (plus 11,8 Prozent)
  • und die 55- bis 60-Jährigen (plus 9,8 Prozent).

    Pädagogen am Abstellgleis
    Nach Studienrichtungen aufgeschlüsselt, geht es den Pädagogik- Absolventen mit Abstand am schlechtesten, ihre Arbeitslosigkeit stieg um 31 Prozent. Es folgen die Mediziner, bei ihnen gibt es 19,9 Prozent mehr, die beim AMS gemeldet sind.

    Angehende Lehrer kommen mit blauem Auge davon
    Dann folgen Psychologen, Publizisten, Betriebswirte, Juristen, Biologen und Handelswissenschafter. Relativ gut kommen noch Architekten (plus acht Prozent) und Lehramtsabsolventen (plus zwei Prozent) weg.
    (apa)

    27.10.2003 12:15