Bundesliga: Sturm gerät zum Abstiegskandidaten
- Kartnig sauer: "Die Mannschaft ist total verunsichert"
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Die Sonntag-Spiele der Bundesliga hätten die unterschiedlichen Gemütszustände bei den beiden Grazer Erzrivalen nicht besser ausdrücken können. Während der GAK mit dem 2:0 gegen Bregenz den Anschluss an das Führungsduo Rapid und Austria wahrte, machte sich beim SK Sturm nach dem 0:5 in Salzburg Ratlosigkeit breit. Der ungewohnte Abstiegskampf ist für den Ex-Meister und -Champions League-Zwischenrundenteilnehmer mehr denn je Realität.
Während die Rotjacken in Graz feierten, waren die Schwarz-Weißen nach der höchsten Niederlage seit 2. März (ebenfalls ein 0:5 im Derby gegen den GAK) fassungslos. Sturm-Präsident Hannes Kartnig wirkte ebenso perplex wie die Spieler nach der Pleite beim Kunstrasen-Debüt in Salzburg.
"Die Mannschaft ist total verunsichert. Aber jetzt müssen wir die nächsten Runden bis zur Winterpause durchstehen. Ich verlasse sicher nicht ein sinkendes Schiff, wir werden uns retten", so Kartnig, der am Dienstag das Gespräch mit Trainer und Mannschaft sucht. Trainer Michael Petrovic war bestürzt: "Eine Katastrophe. Bis zum Sechzehner spielen wir gut, aber das Tor ist wie vernagelt."
Trainereffekt bei Salzburg
Bei den Salzburgern hingegen war im ersten Spiel nach dem Wechsel auf der Betreuerbank große Erleichterung über den Trainer-Effekt spürbar. Der bisherige Sportdirektor Peter Assion feierte als Interims-Nachfolger von Lars Söndergaard ein gelungenes Debüt und meinte danach erleichtert: "Meine Mannschaft hat die Leidenschaft und den Glauben an den Sieg gehabt".
Auch die vier Umstellungen machten sich bezahlt. Laessig (Führungstor und souveräner Abwehrorganisator), Brenner (zwei Treffer), Scharrer (fiel als Vorbereiter und Torschütze zum 5:0 auf) und Schicker kamen im Vergleich zum 1:2 gegen die Admira statt Szewczyk, Kocak, Häßler und Pfeifenberger zum Zug.
Salzburg spielte für Söndergaard
Es war das zweite Salzburger 5:0 in dieser Saison (zuvor gegen den FC Kärnten am 13. September), damit wurden in 180 Minuten die Hälfte der bisherigen 20 Meisterschaftstore erzielt. Thomas Eder dachte auch noch an den Ex-Coach: "Ich glaube, dass wir auch für Söndergaard gespielt haben. Es sind aber nur gewisse Kleinigkeiten, dass ein Spiel so läuft wie dieses." (apa/red)
