Bundesliga: Mattersburger nach Bregenzer "Hasstiraden" schockiert
- Trainer Gregoritsch: "Das war am Rande des Skandals"
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Mattersburg-Trainer Werner Gregoritsch zeigte sich vom Verhalten der Bregenz-Fans im Rahmen der T-Mobile-Bundesliga-Partie am Mittwoch erschüttert. "Das war eine 90-minütige Hasstirade. Ein taktische Maßnahme von Bregenz-Trainer van Acker aus der tiefsten Schublade, die am Rande des Skandals war", empörte sich Gregoritsch. Der Bregenz-Coach soll im Vorfeld der Begegnung (2:1 für die Vorarlberger) ordentlich "gezündelt" haben.
Van Acker hatte vor der Begegnung mehrmals auf das Hinspiel im Burgenland verwiesen, wo ein umstrittener Elfmeter den Umschwung für die Mattersburger eingeleitet hatte. Die Fans im Bodensee-Stadion reagierten darauf und sorgten mit Schimpforgien vor allem gegen Didi Kühbauer sowie Riesen-Plakaten mit der Aufschrift "Hurra, die Schwalbenkönige sind da" oder "Zeigt es dem unfairsten Team der Liga" für eine vergiftete Atmosphäre.
Unter Polizeischutz ins Hotel
"Wir sind eine bodenständige Mannschaft, die so etwas nicht verdient hat. Bei uns in Mattersburg könnte so etwas niemals passieren, denn die Plakate wären nach fünf Minuten weg", versicherte Gregoritsch, der erklärte, dass die Mattersburger nach der Partie unter Polizeischutz "wie Verbrecher" ins Hotel gebracht worden waren. Das Resümee von Gregoritsch: "Gratuliere zum sportlichen Erfolg. Aber mit dieser Art ist Van Acker keine Bereicherung für den österreichischen Fußball."
"Die Feinde aus dem Osten"
Auch Pucher, persönlicher Freund von Bregenz-Boss Hans Grill, war schockiert über das verpasste Image: "Die Feinde aus dem Osten". "Wir haben geglaubt, dass wir in einer anderen Welt sind. So ein Stimmungsbild hab ich in 15 Jahren Funktionärstätigkeit noch nicht erlebt. Das hatte mit Fußball nichts zu tun, das war eine Kriegserklärung. Wenn das der Stil ist, den ausländische Trainer nach Österreich bringen, dann sollen sie zu Hause bleiben", sagte Pucher.
(APA/red)
