Bundesliga: Rapid vor Derby in meisterlicher Form
- Hickersberger nach Sieg über Sturm: "Gutes Team gewinnt nach Niederlage"
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
Rapid Wien hat am Sonntag in der Fußball-Bundesliga mit einem 2:0-Heimerfolg gegen Sturm Graz im "St. Hanappi-Stadion" den Sieben-Punkte-Abstand zu Verfolger Austria Wien wieder hergestellt. Zum Abschluss der 14. Runde feierte der Tabellenführer durch Tore von Wagner (20.) und Ivanschitz (73.) einen verdienten Sieg und ist damit weiter das einzige in der Liga daheim ungeschlagene Team. Die Grazer bleiben Achter.
Die Tiefstapelei nach den ersten Runde ist mittlerweile einem vorsichtigen Optimismus gewichen. "Wir schauen nur von Spiel zu Spiel, die Tabelle interessiert uns nicht", waren die Standard-Kommentare im Sommer, nun wagt Hickersberger schon einen längerfristigen Ausblick. "Wir wollen alles tun, um lange oben zu bleiben. Dafür müssen wir unsere Möglichkeiten hundertprozentig ausschöpfen. Wenn dann eine andere Mannschaft Meister wird, war sie eben besser."
7. Saison-Heimspiel ohne Niederlage
Mit dem Erfolgslauf kehrte bei den Grün-Weißen Stabilität ein. Der von der Konkurrenz erhoffte Einbruch nach dem 2:4 in der Südstadt blieb aus, auch das Fehlen von Kapitän Steffen Hofmann machte sich gegen die Grazer selten bis gar nicht bemerkbar. "Eine gute Mannschaft gewinnt immer nach einer Niederlage", stellte Trainer Josef Hickersberger, der sich bei (dem nicht nach Wien gereisten) Sturm-Boss Hannes Kartnig für sein "bescheidenes" Geburtstagsgeschenk "entschuldigte", nach dem siebenten Saison-Heimspiel ohne Niederlage zufrieden fest.
Zuschauer-Boom im Hanappi
Diese Serie wird auch von den Fans honoriert: 15.300 Zuschauer pilgerten gegen die Steirer nach "Sankt Hanappi", für das Spiel am Samstag gegen Mattersburg sind bereits 12.000 Tickets abgesetzt.
Austriaspieler mit Tarnkappe
Während Sturm-Coach Michael Petrovic die Überlegenheit der Wiener neidlos anerkannte ("Rapid war sehr gut, vor allem in der ersten Hälfte"), warf bei den Hütteldorfern nach der Wiederherstellung des Vorsprungs von sieben Punkten auf die Austria bereits das Duell mit dem Erzrivalen am Mittwoch seinen Schatten voraus. "Die Tabellensituation hat mit der Ausgangsposition für das Derby nichts zu tun. Aber für die Austrianer steht sicher mehr auf dem Spiel, denn wenn sie verlieren sollten, wird es für sie noch schwerer", vermutete Hickersberger, warnte jedoch vor einer Steigerung der Favoritner. "Bei der Austria spielen derzeit einige mit einer Tarnkappe. Es könnte aber sein, dass sie diese am Mittwoch abnehmen."
Hofmann-Einsatz steht in den Sternen
Ob der noch immer an einer Knieblessur laborierende Hofmann im Horr-Stadion einlaufen wird, steht noch in den Sternen. "Ich rechne eher nicht mit ihm, die Chancen stehen 50:50. Die Meisterschaft dauert noch lange, da werden wir keine langfristige Verletzung riskieren", sagte der frühere ÖFB-Teamchef.
(apa/red)
