Wiesbaden: Drei Tote nach Explosion in Wohnhaus
Die Feuerwehr von Wiesbaden hat am frühen Sonntagmorgen nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus die Leichen von drei vermissten Menschen gefunden. Nach Angaben der Feuerwehr konnten die Frauen im Alter von 17 und 26 Jahren sowie der sieben Monate alte Bub, das Baby der älteren Frau, nur noch tot geborgen werden.
Die Feuerwehrmänner begannen noch am Sonntagmorgen mit dem Abriss des einsturzgefährdeten Gebäudes in der hessischen Hauptstadt. Die Einsatzkräfte hatten am Samstagabend begonnen, die Trümmer aus dem weitgehend zerstörten Gebäudes abzutragen, um nach den drei Vermissten zu suchen. Da das Haus einsturzgefährdet war, sicherten die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben zuvor eine Außenmauer mit einem Holzgerüst ab, um in das Gebäude vordringen.
Zu der Explosion war es nach bisherigen Ermittlungen am Samstag um 10.20 Uhr im ersten Stockwerk des Hauses gekommen, weil ein Öl-Ofen aus Versehen mit Benzin statt mit Heizöl gefüllt worden war und in Betrieb genommen wurde. Dadurch wurde ein 60 Quadratmeter großes Loch in eine Außenmauer gerissen. Das zweite Obergeschoss stürzte ein. Insgesamt wohnten 17 Menschen in dem Gebäude. 14 Bewohner konnten sich selbst retten.
Nach der Explosion war ein Brand entstanden, der erst am Nachmittag gelöscht werden konnte. Das stundenlange Feuer erhitzte die Temperatur in dem Trümmerhaufen auf 600 bis 800 Grad. Die Rettungskräfte setzten bei der Suche nach den Vermissten zunächst Spezialkameras und Lauschsonden ein. Wegen der hohen Temperaturen und den immer wieder aufflackernden Flammen gab es jedoch keine verwertbaren Ergebnisse.
(apa)
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