Sonntag, 2. November 2003

Mindestens drei Tote: Anschlag in Kolumbien

Bei einem Anschlag in der kolumbianischen Stadt Florencia sind am Samstagabend mindestens drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. An einer Straße zum Flughafen explodierte ein mit Sprengstoff präpariertes Haus, als ein Militärkonvoi vorbeifuhr, wie ein Vertreter der Provinzregierung sagte. Rund 15 weitere Gebäude seien zerstört oder schwer beschädigt worden.

Unter den Trümmern liegen vermutlich weitere Opfer. Laut Militär wurden auch drei Soldaten verletzt. Die Polizei machte die linksgerichtete Rebellenorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) für die Tat verantwortlich. Die 200.000-Einwohner- Stadt Florencia ist die Hauptsstadt der Provinz Caqueta und liegt rund 700 Kilometer südlich von Bogota. Florencia war in jüngster Zeit häufiger Schauplatz blutiger Anschläge.

In dem seit vier Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen Guerilla, ultrarechten Paramilitärs und der Regierung in Bogota sind Anschläge und Entführungen praktisch an der Tagesordnung. Bisher wurden dabei mindestens 200.000 Menschen getötet; etwa 3.000 Menschen werden jährlich entführt.
(apa)

2.11.2003 08:13