Moskau: Sharon trifft russische Staatsführung
- Sharon will mit Putin gemeinsam "islamischen Terrorismus" bekämpfen
- Vorschlag soll bei Moskau-Besuch unterbreitet werden
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Der israelische Premierminister Ariel Sharon besucht Putins Russland - für drei Tage. Israel will mit Russland die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des "islamischen Terror" verstärken. Ministerpräsident Ariel Sharon werde dem russischen Staatschef Wladimir Putin einen entsprechenden Vorschlag machen, teilte ein israelisches Delegationsmitglied mit.
Beide Länder seien vom islamischen Terror betroffen. Eine solche Zusammenarbeit könne sich vor allem auf einen verstärkten Austausch von Geheimdienstinformationen konzentrieren. An gemeinsame Einsätze sei jedoch derzeit nicht gedacht.
Islamistische Weltverschwörung
Es dürfe nicht vergessen werden, dass "tschetschenische Terroristen" Verbindungen in den Nahen Osten hätten, vor allem zum Terrornetzwerk El Kaida und zu Iran, sagte der israelische Unterhändler weiter.
Sharon wollte mit Putin, aber auch mit Ministerpräsident Michail Kasjanow und Außenminister Igor Iwanow zusammentreffen. Putin ist einer der schärfsten Kritiker der Sperranlage, die Israel derzeit entlang des Westjordanlandes baut.
Zwiespältiges Verhältnis
Das traditionell eher der moslemischen Welt zugewandte Russland hatte sich durch die gemeinsamen Ziele im Anti-Terror-Kampf Israel angenähert, sich aber seit der Verschärfung der Lage im Nahen Osten wieder stärker distanziert. Putin ist einer der schärfsten Kritiker der israelischen Sperranlage zum Westjordanland.
(apa)
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