Samstag, 1. November 2003

Schwere Zusammenstöße in Afghanistan fordern 19 Menschenleben

  • Stundenlange Gefechte zwischen Soldaten und Polizisten
  • Grund für die Kämpfe unklar

Zusammenstöße von Soldaten und Polizisten im Süden Afghanistans haben 19 Menschen das Leben gekostet. Wie Behörden am Samstag mitteilten, waren unter den Toten zwei Soldaten und acht Polizisten. Berichten zufolge kamen außerdem neun Zivilpersonen ums Leben, als Raketen in ihre Häuser einschlugen.

Der Grund für die Auseinandersetzung im Bezirk Geriesch, bei der Raketen und schwere Waffen abgefeuert wurden, war zunächst unklar. Laut dem stellvertretenden Gouverneur der Provinz Helmand, Hadschi Pir Mohammed, kamen bei den fünfstündigen Kämpfen drei Polizisten ums Leben, der örtliche Polizeichef sprach dagegen von acht. Allein sechs Polizisten seien getötet worden, als Raketen in eine Polizeiwache einschlugen. 17 weitere Beamte seien von Soldaten weggebracht worden. Bei den getöteten Zivilpersonen handelte es sich nach Militärangaben um drei Frauen und sechs Männer. Die Kämpfe hätten angedauert, bis US-Truppen mit Hubschraubern eingetroffen seien, sagte Mohammed.

In der östlichen Provinz Nangarhar schlugen am späten Freitagabend vier Raketen auf ein Feld nahe des Flughafens Dschalalabad ein, wie die Polizei berichtet. Verletzt wurde niemand.

(apa)

1.11.2003 10:54