Enstpannung in Nahost? Israel signalisiert Gesprächsbereitschaft
- Palästinensischer Regierungschef Korei soll gestärkt werden
·Arafat töten?
Laut Sharon keine derartigen Pläne
Israels Premier Ariel Sharon hat grünes Licht für Gespräche mit dem palästinensischen Regierungschef Ahmed Korei (Abu Ala) gegeben. Verteidigungsminister Shaul Mofaz will sich nächste Woche mit hochrangigen palästinensischen Vertretern treffen, wie der israelische Rundfunk am Freitag unter Berufung auf einen Regierungsvertreter meldete.
Israel wolle Schritte setzen, die es Korei ermöglichten, seine Regierung zu stabilisieren. Dabei solle es aber keinen Kompromiss in Sicherheitsfragen geben, hieß es in dem Bericht.
"Wir sind jederzeit bereit, Unterredungen zu beginnen", sagte Sharon am Donnerstagabend in Tel Aviv. Mofaz sagte, neue Kontakte und ein Dialog seien im Interesse Israels. Es müsse alles unternommen werden, um den Palästinensern die Bildung einer Regierung zu ermöglichen, mit der verhandelt werden könne.
Die palästinensische Führung hat am Freitag Kontakte mit Israel bestätigt. "Es bestehen Kontakte, aber bisher gibt es noch kein Resultat", erklärte Präsidentenberater Nabil Abu Rudeina. Entscheidend sei die Einstellung der israelischen "Aggression". Man müsse an den Verhandlungstisch zurückkehren und die Roadmap respektieren.
Korei, der den Auftrag von Präsident Yasser Arafat zur Bildung einer neuen Regierung angenommen hat, wirbt bei den militanten Organisationen für einen Waffenstillstand im Konflikt mit Israel. Derzeit arbeitet er mit einem Notstandskabinett. Ein reguläres Kabinett soll am 6. November die Arbeit aufnehmen.
Die Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern waren nach dem verheerenden Selbstmordanschlag palästinensischer Extremisten auf einen Bus in Jerusalem am 19. August mit mehr als 20 Toten abgebrochen worden.
(apa)
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