Freitag, 31. Oktober 2003

Kein Ende des Terrors im Irak: Neuer Angriff in Falluja

  • Vermummte eröffneten Feuer auf Verwaltungsgebäude
  • Demo in Bagdad: US-Soldaten schießen in Menge, vier Tote

Eine starke Explosion hat am Freitag das Zentrum der irakischen Stadt Falluja erschüttert. Über dem Bürgermeisteramt stieg dunkler Rauch auf, die Polizei riegelte die Straßen um das Gebiet ab. Laut Augenzeugen sollen mehrere vermummte Männer aus Gewehren und Raketenwerfern das Feuer auf das Gebäude eröffnet haben. Eine Schießerei gab es auch im Zuge einer Demo in Bagdad, bei der vier Iraker von US-Soldaten getötet wurden

Erst am Dienstag waren bei einem Autobombenanschlag vor dem Elektrizitätswerk von Falluja, rund 60 Kilometer westlich von Bagdad, mehrere Menschen getötet worden.

Vier Iraker in Bagdad erschossen
Drei irakische Zivilisten und ein Polizist sind am Freitag bei gewalttätigen Auseinandersetzungen auf einem Markt in einem Vorort von Bagdad getötet worden. Wie ein irakischer Polizeisprecher mitteilte, schossen Demonstranten auf irakische Polizisten und töteten einen von ihnen. Daraufhin eröffneten US-Soldaten das Feuer auf die Demonstranten. Drei Zivilisten starben. Am Freitagmorgen waren nach Angaben des US-Militärs am gleichen Ort zwei US-Soldaten verletzt worden, als eine Granate auf sie abgefeuert wurde. (APA/red)

31.10.2003 12:22