China wünscht sich starke EU als "größten Partner"
- Mehrere Abkommen unterzeichnet
Einen hochkarätigen Aufmarsch von EU-Granden erlebt Chinas Hauptstadt Peking derzeit. Anlass: Ein EU-China-Gipfel. Im Zuge dessen hofft China nach den Worten von Ministerpräsident Wen Jiabao, dass die Europäische Union "größter Partner" des Landes in der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit wird.
Zum Abschluss des EU-China-Gipfels in Peking, an dem der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi als amtierender EU-Ratspräsident teilnahm, sagte Wen Jiabao am Donnerstag vor Journalisten, China wünsche sich ein politisch starkes Europa als wichtigen Stützpfeiler in der Welt.
EU-Kommissionspräsident Romano Prodi stellte der chinesischen Seite in Aussicht, dass das noch bestehende Waffenembargo "in nicht allzu ferner Zukunft" aufgehoben werde. Auch bei der geforderten Einstufung der Volksrepublik als Marktwirtschaft, die Handelsvorteile mit sich bringt, war Prodi "sehr optimistisch". Das Verfahren sei "auf gutem Weg" und könne "in einem kurzen Zeitrahmen" abgeschlossen werden.
Beide Seiten unterzeichneten drei Abkommen, darunter die 200 Millionen Euro hohe Beteiligung Chinas an dem europäischen Navigationssystem Galileo. Auch wurde ein Dialog über Industriepolitik vereinbart. Zusätzlich gab es ein Abkommen über Visaerleichterungen für chinesische Gruppenreisen in alle EU-Staaten gearbeitet, wie sie für Deutschland bereits bestehen. (APA/red)
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