Alphajet-Absturz: Leichen der Piloten gefunden
- Ziviler Jet der Flying Bulls bohrte sich neben Häusern in die Erde!
Nach dem Absturz des Alpha-Jets der Firma "Red Bull" im oberbayerischen Brannenburg sind die beiden Piloten tot aus dem tief im Morast versunkenen Flugzeug Wrack geborgen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Leichen des 48-jährigen Testpiloten der Wartungsfirma RUAG und des 44-jährigen Piloten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in der Nacht zum Freitag aus den Trümmern befreit.
Die auf zivile Zwecke umgebaute ehemalige Bundeswehrmaschine war am Mittwochnachmittag bei einem Einweisungsflug für den DLR- Mitarbeiter abgestürzt. Die Piloten waren in Oberpfaffenhofen zu einem Schulungsflug gestartet. Die Maschine war aus noch unbekannten Gründen ins Trudeln geraten und 19 Minuten nach dem Start rund 500 Meter vor dem Ortseingang des nahe der österreichischen Grenze liegenden Brannenburg gestürzt.
Der Flugzeugkörper hatte sich zunächst sieben bis acht Meter tief in den Acker gebohrt und war wegen des sumpfigen Untergrundes weiter abgesunken. Die Bergung verlief deshalb schwierig. Bewohner des Ortes kamen nicht zu Schaden.
Der Alpha-Jet war der fünfte im Eigentum des Red Bull-"Erfinders" Dietrich Mateschitz. Das Red Bull-Tochterunternehmen Flying Bulls hatte 2000 und 2001 jeweils zwei solche ehemaligen Kampfjets gekauft, bei einer Auktion von deutschem Bundesvermögen bzw. direkt bei der Firma Fairchild Dornier. Zwei sind Ausstellungsstücke und "Ersatzteillager", die beiden übrigen wurden geflogen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die weltweit ersten Maschinen ihrer Art, die demilitarisiert und zivil - in Deutschland - zugelassen wurden. Das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig hat bis zur Klärung der Unfallursache den insgesamt drei weiteren zivil in Deutschland registrierten Alpha-Jets den Flugbetrieb untersagt.
(apa)
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