USA verschärfen Einreisekontrollen: Neue Geräte für Fingerabdrücke und Digitalfotos
- Terroristen sollen binnen Minuten identifiziert werden können
- Tourismusindustrie nicht begeistert
Die USA verschärfen ihre Einreisekontrollen. Am Dienstag wurden erstmals Geräte vorgestellt, mit denen an sämtlichen Flug- und Seehäfen Fingerabdrücke und Digitalfotos der Einreisenden erstellt werden sollen. Mit Hilfe der Einrichtungen sollen die persönlichen Daten künftig binnen Minuten mit internationalen Fahndungslisten verglichen werden, um Terroristen aufzuspüren.
"Die neuen Maßnahmen ermöglichen uns, diejenigen ausfindig zu machen, die gegen Visa-Auflagen verstoßen oder nach Ablauf eines Visums im Land bleiben", erklärte Asa Hutchinson, Staatssekretärin im Heimatschutzministerium. In einem Bericht des Rechnungshofes wurde das System unlängst als "sehr riskantes Unternehmen" kritisiert. Die Ziele seinen kaum zu erreichen, die Kosten zu hoch, die Details nicht ausgearbeitet und die Konsequenzen für den Tourismus verheerend, hieß es.
Die Tourismusindustrie befürchtet lange Schlangen an den Schaltern der Flug- und Seehäfen und eine Schwächung der Branche. Rund 24 Millionen Geschäftsleute, Touristen oder Studenten wären pro Jahr betroffen. Hutchinson wies die Befürchtungen zurück. Die Inspektionen würden nur wenige Minuten dauern und dafür die nationale Sicherheit erheblich erhöhen, sagte die Staatssekretärin. Die neuen Einrichtungen sollen vom 5. Jänner an eingesetzt werden.
Anlass für das neue System waren die Anschläge vom 11. September 2001. 15 der Attentäter waren mit gültigen Einreisevisa ins Land gekommen, drei hatten Geschäftsvisa, einer ein Studentenvisum. Der Visa der Attentäter waren jedoch zur Zeit der Anschläge abgelaufen.
(apa)
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