Regionalwahl in Madrid: Knapper Sieg für Konservative
- PP erringt 56 Sitze, Linksbündnis kommt auf 55 Mandate
Die regierende Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar hat die Regionalwahl in der Region Madrid knapp vor dem Linksbündnis aus Sozialisten (PSOE) und Vereinter Linker (IU) gewonnen. Nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen kam die Volkspartei (PP) am Sonntag auf 56 Sitze, das Linksbündnis errang 55 Sitze.
Der Präsident der Region, Alberto Ruiz Gallardon, erklärte die PP zum Sieger der Wahl. Sie hatte ihre Mehrheit im Regionalparlament bei der Wahl am 25. Mai erstmals seit acht Jahren an die Sozialisten und die Vereinte Linke verloren. Allerdings musste die Wahl nun wiederholt werden, weil sich zwei sozialistische Abgeordnete von ihrer Partei lossagten und keine Regierungsbildung möglich war.
Rund 4,5 Millionen Menschen waren im Großraum der spanischen Hauptstadt zur Abgabe ihrer Stimmen aufgerufen. Die Wahlbeteiligung war nach offiziellen Angaben am Sonntag mit rund 64 Prozent deutlich niedriger als im Mai. Die Wahl galt als Test für die spanische Parlamentswahl im kommenden Jahr. Sie war auch die erste Bewährungsprobe für den im September gewählten neuen PP-Chef Mariano Rajoy. Aznar will bei der Parlamentswahl im Frühjahr nämlich nicht mehr kandidieren.
Zunächst waren am Wahlabend noch PSOE und IU voran gelegen. Die Volkspartei holte aber auf, als zunehmend Auszählungsergebnisse aus ihren Hochburgen eintrudelten. Schließlich gewann die Volkspartei im Vergleich zum März ein Mandat dazu, während die Sozialisten zwei auf 45 verloren und die Vereinigte Liste eines auf zehn hinzu gewann. Neue Regionalpräsidentin wird damit die PP-Kandidatin Esperanza Aguirre.
(apa)
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