Sonntag, 2. November 2003

Bundes-einheitliches Tierschutzgesetz: Vorentwurf liegt vor

  • Tierschützer, SPÖ, Grüne und Freiheitliche dagegen
  • Rückschritte: Pelztierzucht wird wieder erlaubt. VP: "Berechtigte Interessen der Wirtschaft"

Das lange versprochene einheitliche Tierschutz-Gesetz wird viele Forderungen der Tierschützer offensichtlich nicht enthalten. In einem Vorentwurf des neuen Bundesgesetzes fehlen zentrale Punkte wie die Tieranwaltschaft oder der Ausstieg aus der Käfighaltung von Hühnern. Grund: Die ÖVP will die "berechtigten Interessen der Wirtschaft" schützen. Auch die Pelztierzucht hält wieder Einzug in Österreich.

Gegenüber dem ORF-Parlamentsmagazin "Hohes Haus" am Sonntag betonte die zuständige ÖVP-Abgeordnete Ulrike Baumgartner-Gabitzer, es gehe um bestmöglichen Schutz für die Tiere, aber es müssten auch die Interessen der Bauern und der Konsumenten gewahrt werden. Hier sei ein Kompromiss zu finden.

Tierschützer, SPÖ und Grüne lehnen die Pläne für das neue Tierschutzgesetz als völlig unzureichend ab, die Freiheitlichen verwahren sich gegen die Absicht, die Standards für die Tierhaltung nach unten zu nivellieren.
(apa, red)

2.11.2003 13:05