Samstag, 1. November 2003

Achtung, Lawinengefahr! Winter-Einbruch im Tiroler Hochgebirge

  • Wintersportler zur Vorsicht aufgerufen
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In Tirol ist es in der Nacht auf Samstag neuerlich zu einem Wintereinbruch im Hochgebirge gekommen. Die Experten des Lawinenwarndienstes verwiesen in diesem Zusammenhang auf hochalpine Triebschneeansammlungen. Im Tagesverlauf wurde mit einem Anstieg der Lawinengefahr gerechnet.

Durch die seit Freitag stark ansteigenden Lufttemperaturen und den inzwischen in fast ganz Tirol eingesetzten Niederschlag wurde die Schneedecke unterhalb etwa 2.200 Metern stark durchnässt bzw. abgebaut. Oberhalb etwa 2.200 Metern habe es hingegen im Süden des Landes bereits am Freitagnachmittag, im Norden verbreitet seit Samstag früh zu schneien begonnen.

Dieser Neuschnee lagere auf einer sehr inhomogen beschaffenen Altschneedecke, die insbesondere von den intensiven Niederschlägen im Oktober stamme. Die Altschneedecke habe sich dem Neuschnee nicht sehr gut verbinden können. Durch den stürmischen Höhenwind bildeten sich derzeit umfangreiche Triebschneeansammlungen.

Mit zunehmender Höhe und weiter im Süden des Landes, also vor allem im Bereich des Alpenhauptkammes und in Osttirol sei die Situation kritischer einzustufen als in tiefen Lagen und im Norden. Wintersportler sollten dabei vor allem kammnahe Steilhänge aller Hangrichtungen und windabgewandten Steilhängen der Expositionen Westen über Norden bis Osten kritisch beurteilen, weil sich dort vermehrt Gefahrenstellen befänden und diese bereits durch geringe Zusatzbelastung als Schneebrettlawinen abgehen könnten.

Die Experten verwiesen außerdem neuerlich auf die unverändert große Spaltensturzgefahr auf den Gletschern. Unterhalb etwa 2.200 Metern sei durch den Regeneinfluss mit dem Abgang von Nassschneerutschen und nassen Lockerschneelawinen zu rechnen.

(apa)

1.11.2003 09:54