FORMAT zur Steuer-Revolution: ÖVP plant radikalen Umbau des Steuersystems
- Topverdiener werden Hauptgewinner - Wer wenig verdient, geht leer aus!
- Letzte Frist für Bagatellsteuern
·Hauptgewinner
Topverdiener sind die Steuer-Sieger
·Letzte Frist
Bagatellsteuern sollen fallen
·Streit um KöSt
Bartenstein will unter 29 Prozent!
·Steuer-Pläne
Erhöhung wird jetzt doch angedacht!
·Steuern rauf?
VP-Streit: Finz sagt Ja, Grasser bremst
·Konjunktur
Schüsssel: "ÖVP ist Motor der Reform"
·Die Details
Das steht im neuen Konjunkturpaket
·Lob und Tadel
Reaktionen zum Konjunkturpaket III
·Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Wird Heinz Fischer ein guter Bundespräsident?
Radikaler Umbau, niedrigere Steuern, weniger KöSt, teureres Erben: Die "größte Steuerreform der Zweiten Republik", so Finanzminister Karl-Heinz Grasser, umfasst derzeit nicht mehr als zwanzig Seiten. Auf diesem schmalen Platz haben die Experten der ÖVP-Steuerreformgruppe unter Leitung des schwarzen Wirtschaftssprechers Stummvoll ihre Vorschläge an Kanzler Schüssel und Finanzminister Grasser zusammengefasst. Das Papier, das FORMAT in Auszügen exklusiv brachte, ist mit der Steuerreform-Expertengruppe im Finanzministerium akkordiert. Wird es in die Tat umgesetzt, bekommt Österreich ein neues, entrümpeltes Steuersystem.
Denn die Herren Professoren, Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder schlagen nicht nur eine radikale Vereinfachung des Steuersystems vor, sondern legen auch einen Plan für das umfangreichste Entlastungspaket auf den Tisch, das je von einer Regierung in Angriff genommen wurde.
Ein Entlastungspaket, das freilich dem Mittelstand und Unternehmen zugute kommt, nicht dem von FPÖ-Steuerreform-Chefverhandler Jörg Haider vertretenen
"kleinen Mann". "Es ist notwendig, auch die Spitzenverdiener in diesem Land zu entlasten", gibt Wirtschaftsminister Martin Bartenstein die schwarze Linie vor. Nachsatz: "Aber wir wollen primär den Mittelstand entlasten. Er hat den Großteil des einnahmenseitigen Teils des Konsolidierungsprozesses finanziert und hat sich eine Entlastung mehr als verdient."
Was die Steuerreform 2005 bringt:
Statt fünf kommen drei neue Stufen mit 20, 30 und 42 Prozent.
Spitzenverdiener sollen weniger als 50 Prozent zahlen: 42 Prozent.
Von 34 auf 29 Prozent. Ab 2007 dann gar auf 25 Prozent.
Sektsteuer, Gesellschaftsteuer, Kreditgebühr und Ähnliches fallen.
Neue Besteuerung für Überstunden, Sonderausgaben, Dienstwagen.
Nur noch drei Steuerklassen statt fünf, höhere Steuern für Immobilien.
Kosten für Kinderbetreuung sollen steuerlich begünstigt werden.
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