Donnerstag, 30. Oktober 2003

Weitere acht Millionen Euro Dürre-Hilfe für die Bauern

Die prekäre finanzielle Situation in der Landwirtschaft nach dem Dürresommer macht eine weitere Entlastung der Bauern notwendig. In Verhandlungen mit dem Finanzministerium wurde nun ein Zinsenzuschuss für Betriebsmittelkredite in Höhe von bis zu vier Mio. Euro vereinbart, sofern sich die betroffenen Bundesländer mit demselben Betrag beteiligen, so das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag.

Somit können als Ergänzung zum verbilligtem Zukauf von Raufutter unter der Voraussetzung der entsprechenden Beteiligung der Bundesländer insgesamt mindestens weitere acht Millionen Euro als Unterstützung im Rahmen des nationalen Maßnahmenpakets für dürregeschädigte Bauern zur Verfügung gestellt werden.

"Damit helfen wir den Bauern mit hohen Liquiditätsengpässen", betonte Landwirtschaftsminister Pröll auf APA-Anfrage. Diese neue Hilfsaktion für die Dürre geschädigten Bauern stelle eine wichtige Ergänzung zum Dürremaßnahmenpaket über 6 Mio. Euro dar, das bereits im Sommer geschnürt wurde, hieß es.

Angedacht sei, in den bereits als Dürre geschädigt ausgewiesenen Gebieten einen Zuschuss zu den Zinszahlungen zu gewähren. Die Zuschusshöhe beträgt 3,5 Prozentpunkte in Form einer einmaligen Zahlung auf Basis des Barwertes für Betriebsmittelkredite mit einer Laufzeit zwischen ein und drei Jahren. Die Kredithöhe ist je nach Kulturart und Hektar begrenzt, die maximal bezuschussbare Kredithöhe pro Betrieb liegt bei 30.000 Euro.

Zur Ausarbeitung der genauen technischen Details und zur Abstimmung der geplanten Sonderrichtlinie würden als nächstes umgehend Gespräche mit den Ländern stattfinden. Danach werde die Genehmigung der geplanten Sonderrichtlinie durch die Europäische Kommission in die Wege geleitet. Ziel sei es, dass die betroffenen Bauern diese neue Hilfsmaßnahme möglichst bald in Anspruch nehmen können, betonte Pröll. (APA)

30.10.2003 12:50