"Nein, danke!" Van der Bellen will nicht mehr Vize werden
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Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin FORMAT stellt Grün-Chef Alexander Van der Bellen erstmals klar, dass er nicht mehr den Posten eines Vizekanzlers anstrebt. Mit der Aufgabe des Klubobmanns einer Regierungspartei kann er sich mehr identifizieren. Auf die Frage, ob als erster grüner Vizekanzler in die Geschichte eingehen will, antwortet er dezitiert: "Nein."
Van der Bellen weiter: "Wir streben eine Regierungsbeteiligung an, weil wir ökologisch und sozial etwas bewegen wollen. Mit meiner persönlichen Laufbahn hat das nicht allzu viel zu tun. Andreas Khol hat gezeigt, wie wichtig der Klubobmann einer Regierungspartei ist."
Klar stellt Van der Bellen auch, dass das "Asylverhinderungsgesetz" (so Van der Bellen wörtlich) einen großen Stolperstein für Schwarz-Grün darstellt. Van der Bellen: "Als eines der ersten Dinge müsste ich eine Novellierung des Asylgesetzes verhandeln. Das ist psychologisch schwierig: Werden die gleichen Personen, die ein Gesetz beschlossen haben, es gleich wieder novellieren? Wenn man es sich aussuchen kann, ist das vielleicht mit den Roten leichter."
Dass er unter die Nichtraucher gegangen ist, kommentiert Van der Bellen sehr emotional: "Und bloß weil ich mich jetzt anders verhalte, möchte ich nicht der Vorzeigeaffe der Gesundheitslobby sein. Ich lasse mich nicht als Bekehrter vorführen." Die EU-Verordnung, die große Warnhinweise vorschreibt, hält er für eine "illiberale, sinnlose Sauerei von Puritanern in den USA und auch in der EU. Wie würden Sie reagieren, wenn auf einer Weinfalsche steht: Trinken tötet?"
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