Mittwoch, 22. Oktober 2003

Österreich: Punkteführerschein bis 2005 möglich

  • System soll Nachschulungen und strengere Bestrafung vorsehen
  • Punkte werden nach gewisser Zeit gelöscht

Das Punkteführerscheinmodell könnte bis 2005 Realität werden. Der Name, den das Vormerksystem für Risikolenker haben soll, steht noch nicht fest, gefährliche Fahrer sollen aber schon bald effizienter aus dem Verkehr gezogen werden können.

Bei dem neuen Modell solle die Bewusstseinsbildung nicht vergessen werden, so Verhandlungsleiter Arnold Schiefer gegenüber der APA. "Keiner soll sagen, ich habe nichts von der Strafen gewusst". Rund zehn gefährliche Delikte umfasst der Katalog für Vormerkungen. Dabei handelt es sich um Vergehen wie etwa Rasen oder schwere Alkoholisierung. Das künftige System soll Nachschulungen und strengere Bestrafung vorsehen.

Verhält sich ein vorgemerkter Lenker einen gewissen Zeitraum unauffällig, werden seine "Punkte" wieder gelöscht. Im Sinne der Aufklärung der Verkehrssünder soll im Strafbescheid als Warnung und Abschreckung künftig gleich vermerkt sein, welche Strafen im Wiederholungsfall drohen. Noch im November soll der Entwurf zur Begutachtung vorliegen, so Schiefer. Wenn das Gesetz ohne größere Verzögerungen alle Instanzen durchläuft, könne es am 1. Jänner 2005 in Kraft treten.

Die EU-Kommission hat indes vorgeschlagen, dass neue Führerscheine nur mehr befristet vergeben werden sollen. Durch die Erneuerung des Ausweises mit dem Foto werde die Möglichkeit für Betrug eingeschränkt. Während der Gültigkeitsdauer sollen Führerscheine in allen Mitgliedstaaten ohne weitere Bedingungen gültig sein, heißt es. Über den Vorschlag müssen nun EU-Mitgliedsländer und EU-Parlament entscheiden. (apa)

22.10.2003 13:54