Debatte um City-Maut: Autofahren in Wien soll teuer werden!
- Grüne dafür, SPÖ gegen "das bloße Autofahrer-Sekkieren"
- Was sagen Sie: Sind Sie für die City-Maut?
·'Maut' in Wien!
VCÖ-Idee: 3 Euro pro Tag & Auto!
·Stimmen Sie ab
Macht die City-Maut Sinn?
·City-Maut
Streit in Graz: Nein zur FPÖ-Idee
·Zur Kassa bitte
Verhindert 'Maut' Stau in Städten?
·Verkehrs-Service: LIVE Stau-Cams
Gleich schauen, wo es derzeit staut!
Zahlen fürs Autofahren in Wien? Erst Mitte Oktober sind die Freiheitlichen in Graz mit einer entsprechenden Forderung abgeblitzt. Jetzt wird in Wien diskutiert - die Grünen sind dafür, dass fürs Autofahren in der City bezahlt werden soll. Die SPÖ sagt Nein: Das sei "bloßes Autofahrer-Sekkieren".
"Die Wiener SPÖ lehnt die Einführung einer City-Maut für Wien ab", erklärte Dienstag der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Günther Reiter, in einer Replik zu einer diesbezüglichen Forderung des Grünen Gemeinderats Maresch. Reiter begründete die Haltung seiner Partei vor allem damit, dass es in Wien bereits eine funktionierende Parkraumbewirtschaftung in den Bezirken innerhalb des Gürtels gebe. "Für die Einführung einer zusätzlichen City-Maut besteht kein Bedarf. Für das bloße Autofahrer-Sekkieren seitens von Grün-Politikern ist die Wiener SPÖ jedenfalls nicht zu haben", betonte Reiter.
Die Wiener Grünen können sich Maut vorstellen
"Grundsätzlich haftet der Wiener Verkehrspolitik das Manko an, dass die zuständigen PolitikerInnen nicht den Mut haben, Verkehrspolitik zu machen, sondern nur das Verkehrswachstum verwalten", so der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch. Das Beispiel London habe gezeigt, dass es möglich ist, den innerstädtischen Verkehr spürbar zu reduzieren - um immerhin 19 Prozent."
SPÖ sagt Nein
Auch Kollege Maresch und seine Parteifreunde wüssten natürlich genau, dass in Wien andere Verkehrsbedingungen als in anderen Großstädten herrschten und Lösungen in London daher nicht eins zu eins auf Wien übertragbar wären. Wien weise nicht zuletzt durch die weitsichtige Verkehrspolitik der Wiener SozialdemokratInnen den höchsten Anteil an Benützern von öffentlichen Verkehrsmitteln von allen Millionenstädten in der westlichen Welt auf. Durch die geplanten weiteren Maßnahmen zugunsten des öffentlichen Verkehrs, neue U-Bahn-, Straßenbahn- bzw. Buslinien, die laufende Umrüstung auf modernste Fahrbetriebsmittel sowie den Ausbau der Kundeninformation aber auch des Radwegnetzes werde der Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsmittel bei allen in Wien zurückgelegten Wegen in den nächsten Jahren weiter steigen. "Wien bietet jedenfalls im Vergleich mit anderen Städten eine attraktive Alternative hinsichtlich des Umsteigens vom Individual- auf den öffentlichen Verkehr. Die Einführung einer City-Maut ist daher für die Wiener SPÖ kein Thema", schloss Reiter. (APA/Red)
