Das Lauda-Airline-Comeback
- „Ich arbeite intensiv an der Gründung einer Billig-Airline“

STARTKLAR. Niki Lauda will zwei Jahre nach Verkauf der Lauda-Air im Fluggeschäft neu durchstarten. Und rechnet mit streikenden AUA-Piloten radikal ab.
Niki Lauda will es offenbar noch einmal wissen. Der frühere Formel-1-Champ und Ex-Airliner steuert mit Vollgas in Richtung Comeback: „Ich arbeite gerade höchst intensiv an der Gründung einer Billig-Airline“.
Bis zuletzt gab es von Lauda nur vage Andeutungen zu seinen Airline-Plänen. Jetzt will er aber endgültig losschlagen – und gibt via NEWS den Startschuss für sein neues Megaprojekt. Zwei Punkte sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Ex-Rennfahrer nun Tempo macht:
Luftkampf mit der AUA. Der geniale Selbstvermarkter könnte also einmal mehr im Revier der AUA wildern. Wobei es Lauda nicht primär darum geht, noch einmal den Kampf aufzunehmen: „Die AUA an sich ist mir relativ egal, mich reizt einfach der Einstieg in die Billig-Airline-Branche.“ Denn: „Dort liegt die absolute Zukunft. Der Weg ist geebnet, der Trend nicht mehr aufzuhalten.“
Freilich gilt es noch eine Reihe von Details zu klären, bevor die Lauda-Flieger abheben können. Derzeit sondiert der Formel-1-Guru eine ganze Palette von Möglichkeiten. Offen ist etwa, ob er allein oder mit einem Partner losschlägt, sich bei einer bestehenden Billig-Airline beteiligt oder aus eigener Kraft startet. Fix ist aber, dass es für ihn nur dann Sinn macht, „wenn ich von Anfang an über die besten Kostenstrukturen verfüge“. Lauda hat inzwischen mit fast allen europäischen Billig-Airlines Kontakt aufgenommen und deren Zahlenwerk durchleuchtet. Vorstellen könnte er sich auch ein Engagement bei der insolventen Aero Lloyd: „Auch diese Möglichkeit werde ich genau analysieren.“
Ein Euro pro Tag. Dass er nach seinem Ausstieg bei der Lauda-Air und seinem plötzlichen Ende als Teamchef des Jaguar-Rennstalls nie ernsthaft daran gedacht hat, sich zur Ruhe zu setzen, hat Lauda erst unlängst bewiesen. Seit Anfang Oktober ist der 54-Jährige als Autovermieter unterwegs. Wer via Internet bucht, kann um einen Euro pro Tag mit einem Smart durch Wien kurven. Der Clou: Die bislang 50 Autos werden mit einem Werbesujet beklebt, die Lauda-Firma kassiert. Die logische Bedingung für die Smart-Benutzer: Sie müssen mindestens 30 Kilometer pro Tag zurücklegen.
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PLUS: Europas Airline-Preisbrecher
PLUS: Niki Lauda im Interview über seine Comeback-Pläne im Luft-Biz und den AUA-Streik.
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