Mörtel dankt ab: Baulöwe muss die Lugner City verkaufen!
- FORMAT: 2 Konkursanträge zwingen Richard Lugner in die Knie
- Sale-&-Lease-Back-Variante für den Shoppingtempel
Nach zwei Konkursanträgen gibt der Publicity-Baumeister klein bei: Um den Crash zu vermeiden, verkauft Richard Lugner jetzt sein Lebenswerk Lugner City. Der Bauunternehmer verhandelt mit Banken bezüglich eines Sale-&-Lease-Back-Verfahrens für den das Einkaufszentrum. Der Kreditschutzverband gibt ihm zwei Wochen Zeit für die Umsetzung seines Vorhabens.
Der Schauplatz für den ultimativen Offenbarungseid des selbst ernannten Societykönigs passte perfekt zur aktuellen Stimmungslage des Richard Lugner. In Lugners in tristem Ostblock-Look gehaltenem Büro in der Lugner City am Wiener Neubaugürtel wurde der Baulöwe von Insolvenzspezialist Hans-Georg Kantner vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) geschlagene zweieinhalb Stunden lang gequält. Es galt die Frage auszuloten, ob Lugner seine Schulden überhaupt bezahlen könne.
Um 17.35 Uhr war die Überraschung schließlich perfekt. Akut von der Insolvenz bedroht, trennt sich Richard Lugner von seinem Lebenswerk– und verkauft den 30.000 Quadratmeter umfassenden Shoppingtempel.
KSV-Mann Kantner über die weitere Vorgangsweise: "Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Herr Lugner seit Wochen ernsthaft alle Hebel in Bewegung setzt, um seine Gläubiger voll zu befriedigen. Er führt zurzeit Verhandlungen mit Banken, um die Lugner City im Rahmen eines Sale-&-Lease-Back-Verfahrens zu verkaufen. Dafür haben wir ihm weitere zwei Wochen Zeit eingeräumt, weil die Immobilie ja eingehend von Experten geschätzt werden muss." Schafft der schwer gezeichnete Baulöwe den unter ungeheurem Zeitdruck stehenden Verkauf nicht, will er selbst einen Ausgleichsantrag stellen.
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