Mittwoch, 22. Oktober 2003

Knappe Haushalts-Budgets: Österreicher reisen weniger

  • Stärkste Zurückhaltung bei Kärntnern und Steirern
  • Wiener mit Abstand noch am Reiselustigsten

Immer mehr Österreicher verzichten auf Reisen. Dies ergab eine repräsentative Befragung des Ludwig Boltzmann Instituts im September für das aktuelle Reisebarometer. Nur 45 Prozent der Befragten hegen demnach konkrete Urlaubs-Pläne im Gegensatz zu 55 Prozent ein Jahr zuvor.

Keine Reise in den kommenden zwölf Monaten planten dagegen 43 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen. Im Oktober 2002 lag der Anteil der Reisemuffel bei 32 Prozent."Die Sparabsichten der Österreicher und Österreicherinnen erreichen offensichtlich einen ersten Höhepunkt", heißt es in der Studie.

Regional sei der Spardrang beim Urlaub aber unterschiedlich ausgeprägt. Die stärkste Zurückhaltung sei bei den Kärntnern und den Steirern zu spüren, wo nur 37 Prozent Befragten Ferienpläne hegen. Im Oktober 2003 waren es dort noch 54 Prozent. Auch in Oberösterreich gibt es laut Studie mit 40 Prozent heuer weniger Reiselustige (53 Prozent), gefolgt von Niederösterreich und Burgenland mit 42 Prozent (54 Prozent) sowie Salzburg, Tirol und Vorarlberg mit 47 Prozent (52 Prozent).

Die meisten Reisepläne schmieden mit großen Abstand erneut die Wiener - 58 Prozent (64 Prozent) der Befragten wollen in den nächsten zwölf Monaten in den Urlaub fahren, heißt es in der Studie.

An der grundsätzlichen Verteilung der Reisehäufigkeit unter den einzelnen Bevölkerungsgruppen hat sich laut Studie wenig verändert: Angestellte und Beamte wollten nach wie vor am häufigsten verreisen (59 Prozent), gefolgt von Facharbeitern (40 Prozent) und Pensionisten (28 Prozent).
(apa)

22.10.2003 13:01