Mittwoch, 22. Oktober 2003

195 Bäumler-Mitarbeiter verlieren Job

Der gestrige Dienstag war für den Großteil der rund 280 MitarbeiterInnen des Herrenbekleidungsherstellers Bäumler GmbH & Co. in Hohenems ein schwarzer Tag. Als Folge der von der deutschen Firmenzentrale beschlossenen Verlegung der Produktion von Sakkos, Anzügen und Hosen in die Billiglohnländer Ungarn und Rumänien verlieren 195 Mitarbeiter - überwiegend angelernte Frauen - ihren Job.

Das Arbeitsmarktservice Vorarlberg nahm am Mittwoch zur Bäumler- Entscheidung Stellung und sieht Chancen für eine erfolgreiche Vermittlung der Gekündigten in einer Arbeitsstiftung. Angesichts der prekären Arbeitsmarktsituation im Bezirk Dornbirn werde es sehr schwierig sein, diese Arbeitskräfte rasch zu vermitteln, gab AMS- Landesgeschäftsführer Werner Schelling zu bedenken. Eine Möglichkeit wäre der Eintritt in die bestehende Arbeitsstiftung, die neue berufliche Perspektiven und letztendlich einen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben ermöglichen könne.

In einer Arbeitsstiftung dienten alle Maßnahmen der Wiedererlangung eines Arbeitsplatzes und der Verbesserung der Situation der Arbeitslosen. Teilnehmer einer Stiftung erhalten Arbeitslosengeld zuzüglich eines Stipendiums von 29 Euro monatlich.

Die Kosten pro Teilnehmer betragen durchschnittlich 4.723 Euro, die Finanzierung erfolgt durch Beiträge des AMS, des Landes, der jeweiligen Wohnsitzgemeinden der Teilnehmer und der beteiligten Unternehmen.
(apa)

22.10.2003 12:45