Mittwoch, 22. Oktober 2003

Aero Lloyd fliegt wieder - Bayern LB zahlt 5 Millionen €

  • Insolvenzverwalter informiert Aero-Lloyd-Mitarbeiter
  • Angeblich mehrere Übernahmeinteressenten

Die insolvente Ferienfluggesellschaft Aero Lloyd wird ihren Flugbetrieb in kleinem Umfang wieder aufnehmen. Wie Insolvenzverwalter Gerhard Walter nach einer Mitarbeiterversammlung in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Bayerische Landesbank (BLB) fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit ein bis zwei Maschinen wieder starten können.

Walter sagte, dies sei ein erster Schritt, weitere Verhandlungen mit der BLB würden in der kommenden Woche geführt.

Belegschaft informiert
Bei einer Betriebsversammlung am Frankfurter Flughafen erhielten die 1.400 Mitarbeiter der insolventen Ferien-Fluggesellschaft Aero Lloyd vorläufige Klarheit über ihre Zukunft. Der vorläufige Insolvenzverwalter Gerhard Walter klärte über seine Gespräche mit der Hauptgesellschafterin Bayerische Landesbank (BayernLB) und mit potenziellen Investoren auf.

Nach Walters Angaben sind mehrere Investoren aus dem In- und Ausland an einem Einstieg bei Aero Lloyd interessiert. In Branchenkreisen hieß es, der potenzielle Investor aus Deutschland stamme nicht aus der Airline- oder Touristikbranche.

Die BayernLB, die 66 Prozent an Aero Lloyd hält, hatte in der vergangenen Woche einen Sanierungsplan für die Fluglinie scheitern lassen, der Überbrückungskredite in Höhe von 23 Mio. Euro vorsah. Daraufhin hatte Aero Lloyd den Flugbetrieb eingestellt und Insolvenz beantragt. Die Fluglinie ist nach Angaben aus Unternehmenskreisen mit 100 Mio. Euro verschuldet.

Eine Entscheidung über den Einstieg neuer Investoren soll bis Mitte nächster Woche fallen.
(apa, red)

22.10.2003 11:58