Österreichs Skiindustrie: Kampf gegen Umsatz-Rückgänge
- Weltmarkt für "klassische Ski" um 300.000 Paar geschrumpft
- Größter Einzelmarkt erneut Nordamerika
Die österreichische Skiindustrie hat in der Saison 2002/2003 in einem schwierigen Marktumfeld Rückgänge verzeichnen müssen, dennoch aber ihre Spitzenposition verteidigen können. Die schwache Konjunktur und die generelle Kaufzurückhaltung ließ den Weltmarkt für "klassische" Ski um etwa 300.000 auf 4,2 Millionen Paar schrumpfen, teilte der Fachverband der Holzindustrie am Mittwoch mit.
In den Kernmärkten Deutschland und Österreich sank der Absatz um fünf Prozent, die angepeilte Absatzmenge von 550.000 Paar Skiern konnte somit nicht ganz erreicht werden. Besorgniserregend ist vor allem die Entwicklung in Japan. Ein Drittel der Rückgänge geht laut Fachverband allein auf das Konto dieses Marktes.
Größter Einzelmarkt war neuerlich Nordamerika mit einem Volumen von mehr als einer Million Paar. Österreich lieferte im Vorjahr 400.000 Paar (+6,9 Prozent) nach Nordamerika.
Als Hoffnungsmarkt gilt Osteuropa. Stark entwickeln sich vor allem Tschechien und Polen, die eigene Skigebiete haben, auch Russland wird als Absatzgebiet immer interessanter. Laut Fachverband sind dort in den nächsten Jahren zweistellige Zuwachsraten möglich.
Trotz der Absatzrückgänge sind österreichsiche Produkte weiterhin Marktführer. Der Anteil von Ski "Made in Austria" dürfte weltweit insgesamt bei etwa 60 Prozent liegen.
(apa)
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