Dienstag, 21. Oktober 2003

Nach Insolvenz: Wienerwald steht kurz vor Rettung

  • Vorlage eines neuen Insolvenzplans
  • Schwiegersohn von Hendl-König Jahn erwegt Einstieg

Das insolvente Traditionsunternehmen Wienerwald steht offenbar kurz vor der Rettung. "Die Basis ist da, damit es mit Wienerwald weitergehen kann", sagte Insolvenzverwalter Eckhart Müller-Heydenreich. Der Streit um die Mitte 2002 veräußerten Markenrechte könnte in den nächsten Tagen durch die Vorlage eines neuen Insolvenzplans beigelegt werden, hieß es. Müller-Heydenreich war am Dienstagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Einem Bericht des "Münchner Merkur" zufolge erwägt der Schwiegersohn des einstigen "Hendl-Königs" Friedrich Jahn, Günter Steinberg, einen Einstieg. Er halte es für "reizvoll, den Namen Wienerwald wieder zurück in die Familie zu holen", sagte er der Zeitung. Dazu seien aber größere Investitionen nötig. "Man muss den Leuten sagen: Der Wienerwald lebt. Das kostet Geld."

Im Zuge der Sanierung seien bisher neun unrentablen Eigenbetrieben gekündigt und weitere sieben an Franchisenehmer abgegeben worden. In der Hauptverwaltung sei dem größeren Teil der Mitarbeiter zum Jahreswechsel gekündigt worden. Bleiben sollten lediglich Vorstand Alfons Buhr und fünf enge Mitarbeiter, hieß es. Die Wienerwald AG (München) hatte im Juni wegen Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. (apa/red)

21.10.2003 19:38