Dienstag, 21. Oktober 2003

Lugner verspricht: "Ich werde alles bezahlen"

  • Kreditschutzverband zufrieden, dennoch bald Gerichtstermin
  • NEWS listet auf: Was Baulöwe Lugner wirklich gehört!

Der Wiener Baumeister Richard Lugner will weiter darum kämpfen, die Gläubiger seiner Baufirma zur Gänze zufrieden stellen. Mit einer "Sale and Lease-Back"-Variante für die Lugner City soll die Liquidität verbessert werden. Lugner habe glaubhaft bekräftigt, dass er alles bezahlen wolle, sagte KSV-Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner.

Über den Ausgang der Bemühungen könne keine Prognose abgegeben werden, so Kantner, die Vorschläge klängen aber seriös. Lugner wolle die Verhandlungen bis zu jenem Gerichtstermin abschließen, zu dem er wegen des am Montag vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) eingebrachten Konkursantrages in den nächsten Wochen geladen wird. Das Gericht kann laut Experten aber auch eine Nachfrist setzen, wenn glaubhaft sei, dass Verhandlungen laufen. "Monate hat er aber nicht mehr Zeit", versichert Kantner.

Einen Status bzw. andere Details zu seiner Vermögenslage, die Lugner eigentlich vorlegen hätte sollen, habe er nicht präsentiert. Die Außenstände der unbesicherten Gläubiger - Mitarbeiter, Lieferanten und öffentliche Hand - sollen sich auf rund fünf Millionen Euro belaufen.

Wie berichtet will Lugner seine Bauaktivitäten bis 2003 an die neu gegründeten Unternehmen seiner Söhne Ingenieur Alexander Lugner GmbH und Ing. Lugner Bau GmbH übergeben und die Einzelfirma Baumeister Ing. Richard Lugner liquidieren. Vor einigen Wochen hat er seinen Gläubigern einen stillen Ausgleich mit einer Quote von knapp 28 Prozent als Abschlagszahlung angeboten. (APA)

21.10.2003 10:49