Sportler des Jahres: Werner Schlager genoss seine Wahl
- Für Dorfmeister ist diese Auszeichnung ein "Meilenstein"
- PLUS: Die Sieger der vergangenen Jahre im Überblick!
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Erstmals Ehrung für Werner Schlager
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Sportler des Jahres von 1949-2002
"Eine gute Wahl". Mit diesem Kommentar quittierten am Mittwoch Abend ÖOC-Präsident Leo Wallner und viele andere führende Vertreter des heimischen Sports die Wahl von Werner Schlager und Michaela Dorfmeister zu Österreichs Sportlern des Jahres. Der Tischtennis-Weltmeister bremste immerhin Ski-Weltcupsieger und Super-G-Weltmeister Stephan Eberharter aus. Steff konnte wegen einer Grippeerkrankung nicht zur Nacht des Sports in den Salzburger Congress kommen. Die Super-G-Weltmeisterin durfte nach zwei zweiten und zwei dritten Plätzen endlich einmal die Trophäe für den ersten Platz in Empfang nehmen. Als "Aufwertung unserer Sportart" wertete schließlich Felix Gottwald die Tatsache, dass die Nordischen Kombinierer zum zweiten Mal in Folge zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden.
Hermann Maier, der bereits vier Mal zu Österreichs Sportler des Jahres gewählt worden war, stand diesmal etwas im Schatten anderer, ging aber mit dem Special Award für das Comeback des Jahres ("Dieser Preis ist fast noch mehr wert, weil ich so viel durchgemacht habe") nicht leer aus und legte sich am Ende des gelungenen Abends bei einem Sirtaki mit Schlager, Dorfmeister etc. gehörig ins Zeug. Den Titel von Schlager wertete der Salzburger als "Fingerzeig" für die so genannten Randsportarten. Maier: "Diese Leute sollen nicht in Kummer verfallen gegenüber den Skifahrern. Wir sind keine Übermenschen und haben nur das Glück, dass Skifahren in Österreich ganz oben steht."
"Standing ovations" für Schlager
Schlager, der nach Bekanntgabe der Wahl mit "standing ovations" gefeiert wurde, ist jedenfalls trotz der Erfolge von Eberharter ein würdiger Sieger und genoss diesen Abend in vollen Zügen. Er registrierte mit Zufriedenheit, dass die Medienlandschaft in Österreich "aufgewacht" ist und ein Tischtennis-Spieler vor den Skiassen an die Spitze gesetzt wurde. Und er hätte auch nichts dagegen, könnte er in Zukunft mit ähnlichen Erfolgen aufwarten. Schließlich will er nächstes Jahr bei Olympia in Athen eine Medaille holen und bis zu den Spielern 2008 in Peking weitermachen. Was sich der 31-jährige trotz verschiedener Wehwehchen auf Grund einer ökonomischen Spielweise zutraut.
Druck nach WM-Titel
Der Druck ist nach dem Gewinn des WM-Titels natürlich groß, doch versucht Schlager, ihn "nicht zu hoch werden zu lassen". Derzeit fehlt ihm nach der langen Verletzungspause noch die Matchpraxis. "Ich brauche noch drei, vier Wochen, um wieder top zu sein", glaubt Schlager, der nach seinen nächsten Starts bei den Open-Turnieren in Deutschland, Dänemark und Schweden wieder in absoluter Topform sein will.
Dorfi sieht Trophäe als Meilenstein
Happy war natürlich auch Michi Dorfmeister, die endlich einmal an erster Stelle landete und ihre zwei Vorgängerinnen Stephanie Graf und Mirna Jukic hinter sich ließ. "Das ist ein Meilenstein in meiner Karriere. Diese Trophäe nehme ich gerne mit nach Hause. In diesen Erfolg habe ich sehr viel Geduld investiert und konstant meine Leistung gebracht. Ich habe gewusst, dass ich es irgendwann schaffen werde", lautete das Resümee der Weltmeisterin, die übrigens in der Geschichte der heimischen Sportlerwahl im Verein mit Schlager für das erste Niederösterreich-Double sorgte.
(APA/red)
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