Schwaches Jahr: Österreichs Damentennis weiter in der Krise
- Linz der Schlusspunkt unter schwaches ÖTV-Damen-Jahr
- PLUS: Die aktuellen Tennis-Weltranglisten von Damen & Herren
·Tennis/Linz
Sugiyama gewinnt Generali Ladies
·Die Auslosung
Alle Ergebnisse der Generali Ladies
·S. Williams
Comeback auf 2004 verschoben
·Tennis-Forum: Ihre Meinung ist gefragt!
Diskutieren Sie mit über den Tennis-Zirkus!
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
Das Ausscheiden von Barbara Schett am Mittwoch bei den Generali Ladies in Linz war der Schlusspunkt eines schwachen Jahres der österreichischen Tennis-Damen. Lediglich zwei Mal gab es auf der WTA-Tour ein Semifinale mit österreichischer Beteiligung: Im Februar gelang dies Patricia Wartusch in Doha, im Mai stand Schett im Madrid-Halbfinale. Im Fed Cup gelang nach einem 0:5 in Belgien mit einem 4:1-Heimsieg über Kanada wenigstens der Klassenerhalt in der Weltgruppe.
"Barbara Schett hat sicher eine sehr schlechte Saison hinter sich. Die schlechteste überhaupt seit ihre Karriere steil nach oben gegangen ist", meinte auch Peter Michael Reichel, dem aber die Krise des heimischen Tennis als Veranstalter der beiden Damen-Turniere in Wien und Linz (vorerst) nicht schadet. "Die Veranstaltungen funktionieren als Events wenn sie Hauptsponsoren haben, das ist das entscheidende. Wenn so einer ausfallen würde, dann wäre jede Veranstaltung gefährdet. Aber es wäre sicher schwieriger, in der aktuellen Marktsituation einen Ersatz zu finden."
Bammer wieder unter Top 200
Die weitere Bestandsaufnahme: Die 23-jährige Sybille Bammer hat in Linz ihre Wild Card gerechtfertigt und die Nummer 16 der Welt gefordert. Nach zwei ITF-Turniersiegen en suite wird sie sich am Montag wieder unter die Top 200 verbessern. Die Oberösterreicherin möchte noch lange weitermachen, wenn es die private Situation zulässt, denn derzeit kümmert sich ihr noch bis Juni kommenden Jahres in Karenz befindlicher Lebensgefährte um die gemeinsame Tochter.
Wartusch auf dem Weg zurück
Patricia Wartusch ist wie Schett in diesem Jahr weit zurückgefallen und die langzeitverletzte Barbara Schwartz, die schon vor Jahren als größte Hoffnungsträgerin im heimischen Tennis gehandelt wurde, hat seit den Australian Open im Jänner kein einziges Match bestritten. Die Niederösterreicherin beginnt in diesen Tagen wieder mit Softball-Tennis und möchte im Jänner auf die WTA-Tour zurückkehren. Sollte ihr Körper es ermöglichen, und die Linkshänderin unverletzt bleiben, ist ihr durchaus eine Rückkehr in die Top 50 zuzutrauen.
Nachwuchs aus der Südstadt
Wie sieht aber die nähere und fernere Zukunft im rot-weiß-roten Damentennis aus? In der Südstadt arbeitet Peter Eipeldauer mit einer Mädchengruppe (Daniela Kix, Verena Amesbauer und Katrin Glatz). "Kix hat gerade die Matura gemacht, auch eine Barbara Paulus hat nach der Matura nicht sofort den Anschluss gefunden", erinnert Reichel. "Aber Kix und Amesbauer könnten in einem Jahr so weit sein, wenn sie sich konsequent auf das Tennis konzentrieren."
Zwei große Talente aus dem Ländle
Und in der noch weit jüngeren Klasse ortet ÖTV-Generalsekretär Martin Reiter zwei große Talente. Von den beiden Vorarlbergerinnen Tamira Pazcek, die als 14-Jährige die U-16-Meisterschaften gewonnen hat, und der etwa gleich alten Stefanie Rath erwartet man einiges. "Man weiß natürlich nie wie sie sich weiter entwickeln, aber Pazcek hat Top-Ten-Potenzial und ist ein Ausnahmetalent." Reiter kam als Tennislehrer vor Jahren in die Situation, rund zehn Mal mit der damals erst elfjährigen Martina Hingis zu trainieren, und glaubt daher, einen gewissen Blick für Sondertalente zu haben.
(APA/red)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
