Basketball: Gmunden zieht sich aus Superliga zurück
- Vorfall an tschechischer Grenze: Spieler Einreise verwehrt
- Sämtliche Interventionen blieben ohne Erfolg

Knalleffekt in der Basketball-Superliga: Die Basket Swans Gmunden ziehen sich mit sofortiger Wirkung aus diesem internationalen Bewerb zurück. Grund ist ein Vorfall an der tschechischen Grenze vor dem für Mittwoch Abend angesetzten Spiel gegen Decin: Dem niederländischen Gmunden-Legionär Laurens Stoeten wurde die Einreise verwehrt.
Als beim Grenzübergang Wullowitz die Reisedokumente der 15-köpfigen Delegation geprüft wurden, wurde Stoeten die Einreise verwehrt, weil er sich mit einem Personalausweis, der im EU-Raum als Reisedokument gilt, auswies. Auch, dass die Gmundner eine Gruppeneinreiseerlaubnis hatten, nützte nichts.
Interventionen des österreichischen Verbandssekretärs beim tschechischen Verband blieben ergebnislos. Auch der Versuch, mit dem obersten Grenzwacheorgan bezüglich eines Tagesvisums oder der Hinterlegung einer Kaution zu sprechen, blieb ergebnislos. Die Gmundner Basket Swans fuhren daraufhin geschlossen wieder heim, weil sie den Spieler nicht alleine an der Grenze zurücklassen wollten. "Wir ziehen uns aus diesem Bewerb zurück, weil wir dasselbe Problem ja wieder bekommen werden. Und so 'was passiert wenige Monate vor dem EU-Beitritt Tschechiens. Wir werden am Donnerstag die Oberösterreichische Landesregierung über diesen Vorfall informieren", erklärte Manager Harald Stelzer.
(apa/red)
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