Mindestens neun Tote bei Erdbeben in China
- Zahlreiche Häuser beschädigt; Stärken 6,1 und 5,8

Mindestens neun Tote forderten zwei schwere Erdbeben in einer abgelegenen Region im Nordwesten Chinas. Mindestens 30 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Beben der Stärke 6,1 und 5,8 in der Provinz Gansu ereigneten sich am Samstagabend (Ortszeit), wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus der Provinzhauptstadt Lanzhou berichtete. Örtliche Behördenvertreter sprachen am Sonntag von vielen eingestürzten Häusern und zahlreichen Nachbeben.
Auch Schulen, Brücken und Getreidelager seien beschädigt worden, hieß es. Rund 3.000 in der Landwirtschaft eingesetzte Haustiere seien getötet oder verletzt worden. Viele Menschen hätten die Nacht aus Furcht vor weiteren Beben im Freien verbracht. Die Temperaturen in der Region liegen unter dem Gefrierpunkt.
Am schwersten betroffen waren die Bezirke Minle und Shandan nahe der Stadt Zhangye. Unter Berufung auf die seismologische Behörde der Provinz berichtete Xinhua, 30 Prozent der Gebäude in der Nähe des Zentrums des Bebens seien schwer beschädigt worden. In dem Dorf Yaozhaizi seien 90 Prozent der Häuser eingestürzt. Ein Beben der Stärke 7,3 hatte 1954 in Shandan 50 Menschen das Leben gekostet.
Bei den Beben vom Samstag wurden auch zwei Staudämme beschädigt. An den Staumauern wurden Risse entdeckt. Um die Gefahr von Überflutungen zu bannen, wurden bereits kurz nach den Erdstößen mehrere Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Shuangshusi- und dem Zhaizhaizi-Staudamm abgelassen. (APA/red)
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