Iran scheint kooperativ: IAEO erhält umfangreiche Dokumente
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Iran verzichtet auf Uran-Anreicherung
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Neue iranische Anlage entdeckt
Zwei Tage nach dem Einlenken des Iran im Konflikt um sein Atomprogramm droht offenbar neuer Streit. Zwar überreichte Iran der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) am Donnerstag Dokumente über das Programm. Das Paket enthält offenbar aber keine Informationen über die Spuren waffenfähigen Urans, die in der Atomanlage Natanz gefunden worden waren.
Das deutete der iranische IAEO-Botschafter Ali Akbar Salehi in Wien an. Die Entdeckung dieser Uranspuren hatte Befürchtungen über ein geheimes Atomwaffenprogramm Teherans verstärkt.
Zunächst erklärte Salehi vor Journalisten: "Wir haben einen Bericht übergeben, der unsere Aktivitäten zur atomaren Energiegewinnung vollständig offen legt." Auf die Frage, ob in dem Dokument auch die Herkunft der Uran-Spuren geklärt wurde, erwiderte er jedoch, dies sei nicht möglich: "Wie kann man die Herkunft einer Sache angeben, die man von Zwischenhändlern auf ausländischen Märkten bekommen hat?"
"Wir haben mit einer intensiven Prüfung, Analyse und Verfikation des Materials begonnen", erklärte IAEO-Sprecherin Melissa Fleming im Gespräch mit der APA. Diese Prüfung werde parallel in Wien und Teheran erfolgen. "Wir haben volle, komplette Information gefordert und der Iran meint, diese Forderung nun erfüllt zu haben. Ob das der Fall ist, muss nun geklärt werden."
Eine Bewertung der Unterlagen werde jedenfalls ein bis eineinhalb Wochen vor der nächsten Sitzung des IAEO-Gouverneursrates am 20. November vorliegen, bei der Generaldirektor Mohammed el Baradei über die Erkenntnisse berichten werde, "was wir bisher herausgefunden haben", meinte Fleming. Die IAEO hatte dem Iran eine Frist bis Ende Oktober eingeräumt, alle Einzelheiten seines Nuklearprogramms auf den Tisch zu legen.
(apa)
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