Goodbye, Concorde: Allerletzter Flug startet halbe Stunde verspätet
- Rückflug nach London nur mit Prominenten an Bord
- Nach 34 Jahren endet die Ära des Überschallflugzeuges
Um rund 7.30 Uhr Ortszeit startete die Concorde von New York aus zu ihrem endgültig letzten Linienflug - eine halbe Stunde verspätet. An Bord sind keine zahlenden Passagiere, sondern Ehrengäste, darunter "Denver-Biest" Joan Collins und der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani.
Der neue Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, war wie viele Schaulustige am Flughafen, um den Abschied der Concorde live mitzuerleben.
In London werden am späten Freitagnachmittag tausende Schaulustige am Flughafen erwartet, um den "fliegenden Kugelschreiber" noch ein letztes Mal in der Luft zu sehen. Danach werden die Concorde-Jets in London zunächst in einem Hangar und später voraussichtlich in Museen in Großbritannien und den USA stehen.
Vorletzter Flug führte nach New York
Zum letzten Mal ist das Überschallflugzeug Concorde am Donnerstag-Abend in New York gelandet. Mit den 100 letzten zahlenden Passagieren an Bord kam die Maschine der British Airways am Kennedy-Airport knapp eine halbe Stunde verspätet an. Gestartet war die Concorde in London-Heathrow bereits mit über 45 Minuten Verspätung zu dem rund dreieinhalbstündigen Transatlantikflug mit zweifacher Schallgeschwindigkeit.
Hunderte Einwohner in New Yorker Wohngebieten rings um den Flughafen feierten Concorde-Partys. Sie freuten sich darüber, dass die extrem laute Maschine an diesem Freitagmorgen zum letzten Mal zu hören sein wird.
Einstellung der Flüge aus Kostengründen
British Airways und Air France hatten sich aus Kostengründen zur Einstellung ihrer Concorde-Flüge entschieden. Damit endet nach 34 Jahren die Ära des Überschallflugzeugs. Der Concorde-Verkehr war vorübergehend eingestellt worden, nachdem am 25. Juli 2000 beim Absturz einer Air-France-Maschine bei Paris 113 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Sicherheit wurde danach verbessert und das Innere der Maschinen modernisiert. Doch die Prestige-Maschinen flogen nur Verluste ein. (APA/Red.)
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