Irak-Hilfe: Geberkonferenz in Madrid abgeschlossen
- Erfolgreicher als erwartet: 30 Milliarden Euro erreicht
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Die Zusagen für Irak-Hilfen aus aller Welt haben auf der internationalen Geberkonferenz in Madrid die Erwartungen weit übertroffen. Die rund 70 Teilnehmerstaaten und die internationalen Organisationen erklärten sich am Freitag bereit, für den Wiederaufbau im Irak über 35 Milliarden Dollar (29,7 Mrd. Euro) zur Verfügung zu stellen.
"Noch nie hat eine Geberkonferenz so viel Geld zusammengebracht wie diese", sagte US-Außenminister Colin Powell. Österreich wird zwischen 2004 und 2006 16,3 Millionen Euro spenden.
Mehrere Geber stockten ihre Zusagen kurzfristig um mehrere Milliarden auf. Mit Kuwait und Saudiarabien beteiligen sich erstmals auch Staaten aus der arabischen Welt an der Irak-Hilfe. Beide Länder sagten je eine Milliarde Dollar zu. Deutschland, Frankreich und Russland stellten wie angekündigt keine weiteren Gelder zur Verfügung.
Der österreichische Delegationsleiter Johannes Kyrle erklärte gegenüber der APA, von den 16,3 Millionen Euro, die Österreich bereitstelle, würden sechs Millionen Euro auf die Unterstützung humanitärer Projekte wie der Wiederherstellung von irakischen Krankenhäusern und der Ausbildung von einheimischem Krankenpersonal fallen. Die restlichen zehn Millionen Euro werden als Kredite vergeben, um österreichischen Firmen, die Investitionsinteressen im Irak haben, den Eintritt in den Golfstaat zu erleichtern.
Der amtierende Präsident des provisorischen Regierungsrats im Irak, Ajad Allawi, sagte, die Iraker würden nicht vergessen, welche Länder ihnen in der Stunde der Not geholfen hätten. Die USA sind mit 20 Milliarden Dollar der größte Geber im Irak. Nach Schätzungen der Weltbank und der US-Regierung werden für den Wiederaufbau im Irak in den kommenden vier Jahren 56 Milliarden Dollar benötigt. (APA/red)
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